Die Serie «Game of Thrones» wurde in der Vergangenheit für ihren Umgang mit sexueller Gewalt kritisiert. Auch bei der Fortsetzung ist sie nun Thema.
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«House of the Dragon» ist ab dem 22. August auf Sky zu sehen. - Keystone/Twitter
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Das Wichtigste in Kürze

  • Im August wird erstmals das Prequel «House of the Dragon» ausgestrahlt.
  • Die Original-Serie «Game of Thrones» wurde für den Umgang mit sexueller Gewalt kritisiert.
  • Das Thema beschäftigt nun auch die Regie der Fortsetzung.

Im August startet die erste Staffel des «Game of Thrones»-Prequel «House of the Dragon». Die Geschichte spielt 300 Jahre vor der Original-Serie und legt den Fokus auf die Vorfahren der Hauptfigur Daenerys Targaryens.

Die Serie «Game of Thrones» wurde in der Vergangenheit mehrfach für ihren Umgang mit sexueller Gewalt kritisiert. Sowohl in der Buchvorlage als auch in der Adaption gibt es mehrere Vergewaltigungs-Szenen. Einem Bericht zufolge sei sich die «House of the Dragons»-Regie dieser Kritik bewusst. Sie wolle den Stoff ein wenig anders angehen.

Auch «Game of Thrones»-Prequel stellt sexuelle Gewalt dar

Wie Showrunner Miguel Sapochnik (48) gegenüber dem «Hollywood Reporter» verriet, wird das Prequel weniger Sex-Szenen zeigen. Dafür würde aber weiterhin sexuelle Gewalt dargestellt: «Wir schrecken nicht davor zurück. Man kann die Gewalt, die von Männern in dieser Zeit gegen Frauen ausgeübt wurde, nicht ignorieren», so der Schauspieler.

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Miguel Sapochnik an der Premiere des «Game of Thrones»-Prequels «House of the Dragons» in Los Angeles. - keystone

«Serien sind ein Produkt ihrer Zeit», sagte HBO-Content-Chef Casey Bloys gegenüber dem Branchenmagazin. «Es gibt jetzt ein viel grösseres Bewusstsein dafür, was wir darstellen und warum.»

Bei der Gestaltung der ersten Staffel habe sich unerwartet ein Thema herauskristallisiert, so Sapochnik. Das Patriarchat würde sich lieber selbst zerstören, als eine Frau auf dem Thron zu sehen.

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