Französische Film-Ikone Brigitte Bardot ist tot
Die französische Filmlegende Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren verstorben. Das teilt ihre Stiftung mit.

Das Wichtigste in Kürze
- Brigitte Bardot ist im Alter von 91 Jahren verstorben.
- Erst kürzlich sorgte sie mit Berichten über Spitalaufenthalte für Aufruhr.
- Über die Todesursache ist bislang nichts bekannt.
Brigitte Bardot ist tot. Das teilt ihre Stiftung am Sonntag mit. Die französische Filmlegende ist im Alter von 91 Jahren verstorben.
«Die Fondation Brigitte Bardot gibt mit grosser Trauer den Tod ihrer Gründerin und Präsidentin, Brigitte Bardot, bekannt, einer weltweit bekannten Schauspielerin und Sängerin, die sich entschlossen hatte, ihre glanzvolle Karriere aufzugeben, um ihr Leben und ihre Energie dem Tierschutz und ihrer Stiftung zu widmen», heisst es einer Mitteilung.

Wann genau die 91-Jährige verstorben ist, gibt die Stiftung nicht bekannt.
Zuletzt sorgten Berichte über einen erneuten Klinikaufenthalt von Brigitte Bardot für Aufsehen. Mehrere französische Medien berichteten Ende November, dass sie ins Spital eingeliefert worden sei.
Mehrere Spitalaufenthalte
Die Gründe für den Klinikaufenthalt wurden nicht bekannt. Nur einen Monat zuvor war Bardot jedoch auch schon im Spital. Angehörige der Film-Ikone teilten damals mit, dass sie sich einem kleinen chirurgischen Eingriff unterziehen musste.

Nach dem Klinikaufenthalt im November versuchte ihr Management noch zu beruhigen: «Frau Bardot befindet sich in der Genesungsphase und es geht ihr gut. Das versichere ich Ihnen», hiess es.
Doch jetzt, nur kurze Zeit später, ist Brigitte Bardot tot.
Ikone des französischen Kinos
Die am 28. September 1934 in Paris geborene Schauspielerin stammt aus einer katholischen Familie. Als junges Mädchen begann sie eine Ausbildung als Balletttänzerin, dann wurde sie mit 15 Jahren als Foto-Model entdeckt und zu einem der begehrtesten Mannequins.
Danach drehte sie einen Film nach dem anderen. Ihren internationalen Durchbruch schaffte sie im Jahr 1956 mit «Und immer lockt das Weib» von Roger Vadim.

Neben der Filmtätigkeit entdeckte Brigitte Bardot auch die Welt des Chansons. Bekannt wurde sie vor allem durch die provokativen Lieder des Sängers, Schauspielers und Komponisten Serge Gainsbourg. Zu den bekanntesten Chansons, die er für sie geschrieben hat, gehört «Harley Davidson».
Rückzug aus dem Rampenlicht
Auf dem Höhepunkt ihrer Karriere in den Jahren 1973/74 verabschiedete sich Bardot von der Welt des Films. Sie war des Starrummels müde.
«Ich hasse die Menschen. Mein Gleichgewicht finde ich in der Natur, in der Gesellschaft von Tieren», erklärte sie.

B.B., wie die Schauspielerin von ihrem Publikum auch genannt wurde, zog sich in ihre Villa in Saint-Tropez (F) zurück und widmete ihr Leben den Tieren. Im Kampf gegen deren schlechte Behandlung gründete sie Mitte der 80er Jahre die Fondation Brigitte Bardot.
In den letzten Lebensjahren sorgte sie jedoch vor allem wegen menschenfeindlicher Äusserungen und Publikationen gegen Schwule, Frankreichs Linke, Obdachlose oder illegale Einwanderer für Schlagzeilen.
Frankreichs Präsident Macron meldet sich
Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die verstorbene Schauspielerin Brigitte Bardot als «eine Legende des Jahrhunderts» gewürdigt. Brigitte Bardot verkörperte ein Leben in Freiheit, schreibt er auf der Plattform X.
«Französische Existenz, universeller Glanz. Sie hat uns berührt», heisst es in dem Beitrag. Macron erinnert unter anderem an ihre Filme, ihre Stimme, ihren Ruhm und ihre grosszügige Leidenschaft für Tiere.












