Für sein neues Album «Vier Einhalb» hat sich Sänger Max Giesinger an ein ganz anderes Thema gewagt: Es geht nicht wie sonst um menschliche Beziehungen, sondern um die Umwelt. Kauft man ihm das ab?
Sänger Max Giesinger hat lange über den Klimawandel-Song nachgedacht.
Sänger Max Giesinger hat lange über den Klimawandel-Song nachgedacht. - Jonas Walzberg/dpa

Das Wichtigste in Kürze

  • Popsänger Max Giesinger (33, «80 Millionen») singt auf seinem neuen Album «Vier Einhalb» über ein für ihn ungewöhnliches Thema: den Klimawandel.

Im nachdenklichen Song «Pulverfass» heisst es: «Es wird nie wieder so wie früher. Und weisst du was? Wir haben es alles gewusst. Wollten immer mehr, jetzt explodiert das Pulverfass.»

«Ich habe vorher ja vor allem über Zwischenmenschliches gesungen. Da ist es für mich schon etwas besonderes, einen Song über so ein Thema zu schreiben. Wie fühlt sich das an? Nehmen mir die Menschen das ab? Das war schon ein Prozess», sagte Giesinger der Deutschen Presse-Agentur.

Aber für ihn sei jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, das Lied rauszubringen. «Wenn sich unser Bewusstsein nicht verändert, steht uns in ein paar Jahren eine massive Klimakatastrophe bevor.»

Der Song spielt in der Zukunft: Giesinger muss sich bei seinem Kind im Teenager-Alter für die ausufernde Lebensweise seiner Generation rechtfertigen. «Ich fliege auch gern mal in den Urlaub und bin nicht frei von Schuld. Dafür hab ich meinen Fleischkonsum ordentlich runtergefahren», sagte der in Hamburg lebende Musiker. «Es geht ja weniger darum, dass es ein paar wenige Leute perfekt machen, sondern dass viele Menschen einen Ticken bewusster Leben. Damit wäre ja schon was geschafft.»

«Pulverfass» ist einer von sieben neuen Titeln, die auf dem am Freitag erscheinenden Album «Vier Einhalb» enthalten sind. Es ist damit eine Art «Deluxe-Version» der Platte «Vier» vom vergangenen November.

Mehr zum Thema:

Musiker Umwelt Klimawandel