Pollen fliegen früher und belasten Allergiker zunehmend

Sandra Neumann
Sandra Neumann

Deutschland,

Pollen starten vielerorts immer früher in die Saison und bleiben länger in der Luft. Das hat Folgen für Allergiker und sogar für Schüler.

pollen
Blühende Pflanzen setzen Pollen frei, die bei vielen Menschen allergische Reaktionen auslösen. - keystone

Die Pollensaison beginnt in vielen Regionen inzwischen deutlich früher als noch vor einigen Jahrzehnten. Steigende Temperaturen führen dazu, dass Pflanzen früher blühen und ihre Pollen länger in der Luft bleiben.

Für Allergiker bedeutet das oft eine längere Phase mit Beschwerden wie Niesen, juckenden Augen oder Atemproblemen. Experten führen diese Entwicklung vor allem auf Veränderungen des Klimas zurück.

Wie «Quarks» berichtet, verlängert sich dadurch in vielen Regionen die Zeit, in der Menschen mit Pollen in Kontakt kommen. Dadurch kann sich auch die Intensität von Allergiesymptomen verstärken.

Pollen werden für Allergiker zunehmend zum Problem

Neben dem früheren Beginn dauert die Pollensaison heute häufig deutlich länger als früher. In manchen Jahren fällt auch die allergene Belastung der Luft deutlich stärker aus.

Leidest du während der Pollensaison unter Allergiesymptomen?

Ein Grund dafür sind höhere Temperaturen und steigende CO₂-Werte in der Atmosphäre. Diese Bedingungen können das Wachstum vieler Pflanzen und damit auch ihre Pollenproduktion fördern.

Wie «L’essentiel» berichtet, fliegen Pollen deshalb vielerorts nicht nur früher, sondern auch länger und teilweise stärker. Für Allergiker kann das eine deutlich höhere Belastung im Alltag bedeuten.

Wenn Allergien die schulische Leistung beeinträchtigen

Die Auswirkungen von Pollen beschränken sich nicht nur auf körperliche Beschwerden. Neue Studien zeigen, dass starker Pollenflug auch Konzentration und Leistungsfähigkeit beeinflussen kann.

Kind pollen
Während intensiver Pollensaisons können Pollen die Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit von Schülern beeinflussen. (Archivbild) - Depositphotos

Besonders Schüler könnten davon betroffen sein, wenn Prüfungen während intensiver Pollensaisons stattfinden. Allergiesymptome können Aufmerksamkeit und Lernfähigkeit zeitweise beeinträchtigen.

Wie die «Süddeutsche Zeitung» berichtet, beobachteten Forscher einen Zusammenhang zwischen starkem Pollenflug und schwächeren Prüfungsergebnissen. Damit könnten Umweltfaktoren indirekt auch den schulischen Erfolg beeinflussen.

Kommentare

User #2143 (nicht angemeldet)

Viele Allergiker sind auch Raucher und Kiffer.

User #2883 (nicht angemeldet)

Kommt doch nicht drauf ob es früher ist. Die Dauer ist entscheidend. Und die wird nicht länger sein, ob früher oder später. Dieses ständige Klimagesabbel nervt.

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