Bruce Springsteen

    «Demagoge»: Bruce Springsteen bezieht in Berlin Stellung gegen Trump

    Nikolaus Führmann
    Nikolaus Führmann

    USA,

    Bruce Springsteen ist erklärter Gegner der Politik von US-Präsident Donald Trump. Auch bei seinem Konzert in Berlin liess er keine Zweifel an seiner Haltung.

    Bruce Springsteen Trump
    Bei seinem Konzert am Mittwoch in Berlin nahm Bruce Springsteen Trump ins Visier. - Keystone

    Bruce Springsteen, bekannt als «The Boss», hat bei seinem Konzert in Berlin erneut deutliche Kritik an Donald Trump geäussert. Schon vor dem ersten Song sprach er von einer «korrupten, inkompetenten und verlogenen Regierung», die aktuell die USA führe.

    Er betonte, dass das Amerika, das er liebe, von einer Regierung bedroht werde, die Demokratie und Freiheit gefährde. Springsteen forderte seine Fans weiter auf, sich für die Werte des amerikanischen Experiments starkzumachen, wie die «Berliner Zeitung» schreibt.

    Auch zwischen den Songs sprach Springsteen laut «taz» minutenlang über die politische Lage in den USA. Er widmete seinen Song «Rainmaker» explizit Donald Trump und nannte ihn einen Demagogen.

    So kritisiert Bruce Springsteen Trump

    Springsteen kritisierte auch den Einsatz des US-Militärs gegen Demonstranten in Los Angeles. Er warf der Regierung vor, mit Unwahrheiten über eine angebliche Invasion Stimmung zu machen, so die «taz».

    Bruce Springsteen Trump
    Mit deutscher Übersetzung kritisierte Bruce Springsteen Trump in Berlin als Teil einer korrupten Regierung. - Keystone

    Die Reden wurden für das Publikum auf Deutsch untertitelt, damit seine Botschaft alle erreichte. Für viele Fans wurde das Konzert so zu einem politischen Statement, wie der «Tagesspiegel» berichtet.

    Springsteen erinnerte an sein legendäres DDR-Konzert 1988, als er schon einmal für Freiheit und gegen Mauern gesungen hatte. Dieses Mal beendete er das Konzert mit Bob Dylans «Chimes of Freedom», wie die «Berliner Zeitung» berichtet.

    Offener Schlagabtausch

    Springsteen ist schon seit Jahren einer der prominentesten Kritiker Trumps. Auch während des US-Wahlkampfs 2024 bezog er öffentlich Stellung, wie «n-tv» berichtet.

    Immer wieder nutzt Springsteen seine Konzerte, um sich für Demokratie und gegen Autoritarismus einzusetzen. Seine Aussagen sind stets klar und direkt, wie die «taz» berichtet.

    Bruce Springsteen Trump
    Kritisiert Bruce Springsteen Trump, reagiert der oft mit persönlichen Angriffen. - x.com/@TruthTrumpPosts

    Der Präsident reagierte in der Vergangenheit wiederholt empfindlich auf die Kritik des Musikers. So bezeichnete er Springsteen online unter anderem als «aufdringlichen, unausstehlichen Trottel».

    Seit Jahrzehnten politisch aktiv

    Bruce Springsteen engagiert sich seit Jahrzehnten politisch, bereits in den 1980er Jahren sprach er sich gegen soziale Ungerechtigkeit aus.

    Hörst du gern Musik mit politischen Botschaften?

    Er unterstützte mehrfach demokratische Präsidentschaftskandidaten in den USA. Während der Trump-Regierung wurde er zu einem der lautesten Kritiker des Präsidenten.

    Springsteen setzt sich insbesondere für Menschenrechte und Demokratie ein. Auch seine Songs thematisieren oft gesellschaftliche Missstände und fordern zu Engagement auf.

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    Kommentare

    User #3919 (nicht angemeldet)

    Der Boss hat Recht: Ein Schurkenstaat, der die Armee gegen die eigene Bevölkerung einsetzt. Hat Trump die Gewaltentrennung verstanden? Wohl nicht. Hat er überhaupt irgend etwas gecheckt? Kaum, in der Blase in der er lebt bekommt er dauernd Beifallsklatschen für nichts oder noch weniger.

    User #2805 (nicht angemeldet)

    Demokratie hat aber wenig mit Invasionen zu tun. Da geht es um Wahlrecht, Mehrheit statt Minderheiten uvm.

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