Collien Fernandes «konnte und wollte» zeitweise nicht mehr aufstehen
Tausende Menschen demonstrierten im Fall Collien Fernandes gegen digitale Gewalt. Die Schauspielerin zeigt sich überwältigt und spricht über ihren «Kampf».

Das Wichtigste in Kürze
- Collien Fernandes erfährt nach den Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann grosse Solidarität.
- Im letzten Jahr habe sie phasenweise keine Kraft mehr für ihren «Kampf» gehabt.
- Die Schauspielerin setzt sich für eine bessere Gesetzeslage gegen digitale Gewalt ein.
Die Vorwürfe, mit welchen Collien Fernandes (44) letzte Woche an die Öffentlichkeit ging, machen fassungslos.
Ihr Ex-Mann Christian Ulmen (50) soll über Jahre hinweg Fake-Profile in sozialen Medien von ihr erstellt haben. Die Rede ist von Sexchats mit Männern aus ihrem beruflichen Umfeld, Telefonsex mittels KI-generierter Stimme sowie gefälschtem pornografischem Foto- und Videomaterial, sogenannten Deepfakes.
Seit den schockierenden Schlagzeilen schlägt der Schauspielerin eine Welle der Solidarität entgegen. Rund 13'000 Menschen demonstrierten am Sonntag vor dem Brandenburger Tor in Berlin (D) für besseren Schutz gegen sexualisierte und digitale Gewalt.
Von dieser Bewegung zeigt sich der «Traumschiff»-Star tief beeindruckt. Fernandes bedankt sich auf Instagram für die grosse Anteilnahme der Menschen, die hinter ihrem Leid stehen. «Ich weiss gar nicht, was ich sagen, beziehungsweise schreiben soll, so überwältigt bin ich», schreibt die 44-Jährige.
Collien Fernandes: Kampf hat Spuren hinterlassen
Fernandes gesteht offen, dass die jüngste Vergangenheit keine leichte war: «Ich hatte im letzten Jahr Phasen, in denen ich sehr unter die Räder kam (...), in denen ich nicht mehr aufstehen konnte und wollte. In denen es mir schlecht ging, ich keine Kraft mehr hatte. Keine Kraft mehr für diesen Kampf!»

Der jahrelange Kampf gegen digitale Gewalt hat bei Collien Fernandes offensichtlich Spuren hinterlassen. Ihr Engagement für eine bessere Gesetzeslage verlangte ihr viel Energie und Durchsetzungsvermögen ab.
Angesichts der Kundgebung von letztem Sonntag fühlt sie sich auf ihrem Weg aber nicht mehr allein. Die Solidarität der Öffentlichkeit sieht die Schauspielerin als entscheidenden Rückhalt, um den Einsatz für einen verbesserten Opferschutz fortzusetzen. «Das bedeutet mir wirklich unendlich viel!», so die Schauspielerin.
Anklage gegen Ulmen offen
Ende 2025 erstattete Fernandes in Spanien Anzeige gegen Ex-Mann Ulmen. Es geht um verschiedene Delikte: Anmassung des Personenstands, öffentliche Beleidigung, Offenlegung von Geheimnissen, wiederholte Körperverletzung im familiären Näheverhältnis und schwere Bedrohung.

Ob dem Schauspieler eine Anklage droht, ist derzeit unklar. Sein Anwalt erklärte die Berichterstattung im «Spiegel», wo die Anschuldigungen öffentlich wurden, für rechtswidrig. Es würden «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung» verbreitet.
Ulmen selbst schweigt zu den Vorwürfen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.












