Collien-Ex Ulmen führte schon als Teenager Sex-Telefonate
Nach den schweren Vorwürfen seiner Ex wird Christian Ulmen von seiner Vergangenheit eingeholt. Als Jugendlicher bezahlte er Männer für erotische Gespräche.

Das Wichtigste in Kürze
- Christian Ulmen wurde von seiner Ex unter anderem wegen Identitätsdiebstahls angezeigt.
- Bereits im Jugendalter führte er Sex-Telefonate gegen Bezahlung.
- Er habe die Männer nicht ausgeraubt, sondern ihnen ein «schönes Erlebnis» bereitet.
Collien Fernandes beschuldigt ihren Ex-Mann Christian Ulmen, Fake-Profile und gefälschte pornografische Inhalte unter ihrem Namen erstellt zu haben. Die schwerwiegenden Vorwürfe machte die 44-Jährige am Donnerstag im «Spiegel» publik.
Auf dem Schauspieler lasten gravierende Anschuldigungen, erste Vorermittlungen laufen derzeit. Doch mitten im Schlagzeilen-Sturm taucht jetzt eine vermeintliche Jugendsünde auf, die Ulmen weiter in ein schlechtes Licht rückt.

In einer Folge des ARD-Podcasts «Hörbar Rust» von 2022 erzählt der Schauspieler, dass er als Jugendlicher Sex-Telefonate geführt habe. Ulmen gab sich in seinen Teenagerjahren demnach als Frau aus, um mit Männern gegen Bezahlung zu sprechen. So berichtet es die «Bild».
«Die haben ein schönes Erlebnis bekommen»
Die Aktion habe offenbar gut funktioniert, da er sich damals noch nicht im Stimmbruch befand. In den besagten Telefonaten habe er Männern seine Nummer weitergeleitet, die ihn später privat kontaktierten. Für ein Sex-Gespräch habe er 30 Mark (umgerechnet 14 Franken) verlangt, einige überwiesen das Geld dann auch.
Ulmen rechtfertigt sich im Podcast: «Ich habe die Männer nicht ausgebeutet, die haben ein schönes Erlebnis bekommen, für das ich dann vergütet wurde. Sie wussten nicht, dass sie mit einem 14-jährigen Jungen sprechen, sie dachten, sie sprechen mit einer Lady.»
Später korrigiert er sein Alter auf 15 oder 16 Jahre.

Sobald es um das Thema Fetische ging, sei es «immer amüsant» gewesen. «Ich habe die Männer gebeten, Tiere nachzumachen, das fanden sie geil.» Er habe seine Stimme gut verstellen können, so Ulmen.
Und er wusste: Hatte das Gespräch ein abruptes Ende genommen, war der Mann zum Höhepunkt gekommen.
Ulmen erstellte Fake-Profile wegen «sexuellem Fetisch»
Nachdem er die Sex-Telefonate zuhause geführt habe, seien sie später zu einer «Performance» und einem «Party-Gag» ausgeweitet worden. Die erotischen Gespräche führte er offenbar seinen Freunden vor – bis eines Nachts Telefonkosten von über 1300 Franken aufliefen.
Seine Eltern erfuhren später offenbar von der Teenager-Aktion und rügten ihren Sohn. «Davon hättet ihr euch auch ein paar Nutten kaufen können», habe seine Mutter später zu Ulmen gesagt.
Der Schauspieler lachte mit Moderatorin Bettina Rust (58) damals über die Erzählungen aus seiner Jugend.

Rund vier Jahre später dürfte Ulmen der Spass wohl vergangen sein. In einer Mail, gerichtet an einen Strafverteidiger, erklärt der 50-Jährige, «einen sexuellen Fetisch» entwickelt zu haben.
Laut «Spiegel» habe er deshalb Fake-Profile erstellt und im Namen seiner Ex-Frau mit Männern einen «Sex-Talk» geführt.
Collien Fernandes erstattete in Spanien, wo beide leben, Anzeige gegen ihren Ex-Mann wegen Identitätsdiebstahls, öffentlicher Beleidigung und Körperverletzung.
Ob Christian Ulmen eine Anklage droht, soll nun das Bezirksgericht in Palma de Mallorca entscheiden. Der Schauspieler selbst äusserte sich bisher nicht zu den Vorwürfen.












