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Britische Regierung will Dokumente zu Andrew veröffentlichen

Keystone-SDA
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Grossbritannien,

Skandal-Royal Andrew unter Druck: Britische Regierung will Akten zu seiner Handelsrolle freigeben – Polizei ermittelt weiter wegen Epstein-Verbindungen.

Prinz Andrew
Die britische Regierung will Dokumente zur Berufung des früheren Prinzen Andrew zum Handelsbeauftragten veröffentlichen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die britische Regierung will Dokumente zu Ex-Prinz Andrew veröffentlichen.
  • Er wird wegen Weitergabe vertraulicher Informationen an Epstein polizeilich untersucht.
  • Er verlor durch die Epstein-Affäre alle Titel und Ehrungen und steht weiter in der Kritik.

Die britische Regierung will Dokumente zur Berufung des früheren Prinzen Andrew zum Handelsbeauftragten veröffentlichen. Das sagte Handelsstaatssekretär Chris Bryant bei einer Debatte im Unterhaus.

Als Reaktion auf eine entsprechende Beschlussvorlage der Liberaldemokraten, sagte der Labour-Politiker: «Wir stehen dem nicht im Weg. Wir werden alles tun, dem nachzukommen, so schnell wir können.» Er schränkte jedoch ein, die Regierung könne kein Material veröffentlichen, das von der Polizei für Ermittlungen benötigt werde.

Der zweitälteste Sohn der verstorbenen Queen Elizabeth II. reiste von 2001 bis 2011 als Sonderbeauftragter der britischen Regierung für internationalen Handel und Investitionen um die Welt.

Andrew
Andrew verbrachte 2010 neun Tage in Jeffrey Epsteins Villa in New York – Die beiden waren eng befreundet. - keystone

Aus den kürzlich vom US-Justizministerium veröffentlichten Epstein-Akten geht hervor, dass Andrew in dieser Funktion vertrauliche Regierungsinformationen an den US-Investor Jeffrey Epstein weitergeleitet haben könnte. Deswegen ermittelt nun die Polizei. In der vergangenen Woche wurde Andrew sogar vorübergehend festgenommen.

Andrew war eng mit Epstein befreundet. Der US-Multimillionär, der inzwischen verstorben ist, betrieb jahrelang einen pädophilen Missbrauchsring, dem zahlreiche Menschen zum Opfer fielen. Eines der Opfer, Virginia Giuffre, warf Andrew vor, sie mehrfach missbraucht zu haben, zum Teil als sie noch minderjährig war.

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Der Ex-Prinz bestreitet die Vorwürfe, doch ein Zivilklage Giuffres in den USA endete Berichten zufolge in einem millionenschweren Vergleich. Andrew verlor in der Folge sämtliche Titel und Ehrungen.

Wegen seiner regen Reisetätigkeit als Handelsbeauftragter wurde Andrew auch als «Airmiles Andy» verspottet. Andrew Mountbatten-Windsor sei «ein Mann, der ständig damit beschäftigt war, sich selbst zu beweihräuchern und zu bereichern», sagte Bryant.

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