Andrew bezahlte Nacktmassage im Palast mit Royal-Scheck

Gerry Reinhardt
Gerry Reinhardt

Grossbritannien,

Eine Masseurin packt aus: Sie gab Ex-Prinz Andrew im Buckingham-Palast eine Nacktmassage. Die Bezahlung erfolgte aus der royalen Kasse.

Prinz Andrew
Prinz Andrew soll sich im Buckingham-Palast nackt massieren lassen haben. Masseurin Monique Giannelloni sagt, die 75 Pfund seien per Royal-Scheck bezahlt worden. - getty images / x.com/infowe

Das Wichtigste in Kürze

  • Andrew soll im Juni 2000 eine private Massage im Buckingham Palace erhalten haben.
  • Die Masseurin über den Moment im Zimmer: «Ich habe weggeschaut, das war mir peinlich.»
  • Die Kosten von rund 78 Franken wurden mit einem Royal-Scheck beglichen.

Die Behandlung war wohl professionell und wurde nicht fürstlich, dafür royal bezahlt. 75 Pfund (umgerechnet 78 Franken) zahlte der Ex-Prinz Andrew (66) einst für eine Nacktmassage im Buckingham Palace.

Das berichtet die «Daily Mail». Das Blatt beruft sich auf Aussagen von Monique Giannelloni sowie auf eine Rechnung, die ihnen vorliegt.

Die Masseurin aus Südafrika

Giannelloni ist laut Bericht eine Masseurin aus Südafrika, die damals in Grossbritannien mit prominenten Kundinnen und Kunden gearbeitet habe.

Zu Andrew sei sie über Ghislaine Maxwell (64) gekommen. Maxwell habe ihr angekündigt, sie stelle ihr «jemanden vor, der berühmter ist als Gott».

Andrew
Prinz Andrew ist seit Jahren wegen seiner Nähe zu Jeffrey Epstein in der Kritik. Dieses Foto soll ihn laut Medienberichten in den Epstein-Unterlagen zeigen. - DOJ

Kurz darauf habe sich Andrews Büro gemeldet. Der Termin sei im Juni 2000 im Buckingham-Palast angesetzt worden.

Giannelloni behauptet, sie sei mit dem Auto ins Gelände gefahren, habe parkiert und sei ohne Sicherheitskontrolle durchgewinkt worden. Ein Angestellter habe sie danach bis vor Andrews Zimmer begleitet.

«Er ging ins Bad und kam nackt zurück»

Im Zimmer habe Andrew zuerst einen Bademantel getragen, erzählt die Masseurin. Doch: «Nach der Begrüssung ging er ins Bad und kam nackt zurück», wird sie zitiert.

Buckingham Palace
Der Buckingham Palace in London. Hier soll die Nacktmassage stattgefunden haben. - keystone

Giannelloni sagt, sie sei in dem Moment überrumpelt gewesen. «Ich habe weggeschaut, das war mir peinlich.» Gleichzeitig betont sie, Der Rest des Termins sei nicht unangenehm gewesen.

Andrew sei «sehr nett und sehr gentlemanlike» gewesen, sagt sie. Es sei bei dieser einen Massage geblieben.

75 Pfund sollen aus einem royalen Konto bezahlt worden sein

Pikant ist vor allem die Bezahlung. Laut der «Daily Mail» habe Giannelloni eine Rechnung über 75 Pfund gestellt.

So sei der Scheck von Andrews damaliger persönlicher Assistentin abgezeichnet worden. Als Zahlungsdatum nennt der Bericht den 20. Juli 2000.

Der Fall wirft auch deshalb Fragen auf, weil Andrew später als Luxus liebender Royal galt. Ab 2001 wurde er britischer Handelsgesandter und blieb das bis 2011.

Den Posten gab er unter Druck ab, auch wegen seiner Nähe zu Jeffrey Epstein.

Beamte sprechen von Wellness-Spesen auf Staatskosten

Zusätzlich heizt ein weiterer Punkt die Debatte an. Laut BBC sagen zwei frühere Beamte: Während Andrews Amtszeit fielen auch Massage-Rechnungen an. Am Ende zahlten die Steuerzahlenden.

Braucht es mehr Transparenz über Ausgaben der Royal Family?

Einer von ihnen sagt laut BBC: «Ich fand das falsch. Wir sagten, wir dürfen das nicht zahlen. Am Ende zahlten wir trotzdem.»

Der Palast hatte laut «Daily Mail» früher betont, Andrew habe auf Dienstreisen «alle privaten Ausgaben» selbst getragen. Die neuen Aussagen stehen dazu im Widerspruch und bringen das Thema Royal-Spesen wieder hoch.

Verbindung zu Maxwell und Epstein bleibt der Schatten

Dass Masseurin Giannelloni Maxwell in diesem Zusammenhang nennt, macht die Geschichte zusätzlich brisant. Sie sagt, Maxwell habe sie schon zuvor für Massagen kontaktiert.

Prinz Andrew
Ex-Prinz Andrew und der verstorbene Sexualstraftäter Jeffrey Epstein waren enge Freunde. - X / @gobnewsportal

Bei einem Termin sei Epstein im Raum gewesen, während Maxwell und Epstein über den Kauf einer Insel gesprochen hätten. Giannelloni erzählt, damals habe sie die beiden nicht gekannt und die Tragweite erst später verstanden.

Andrew weist seit Jahren Vorwürfe im Zusammenhang mit Epstein zurück.

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