Auch Neuseeland unterstützt Ausschluss von Andrew aus der Thronfolge
Nach Australien unterstützt auch Neuseeland Überlegungen, Prinz Andrew aus der britischen Thronfolge zu streichen.

Das Wichtigste in Kürze
- Beide Länder signalisierten Zustimmung, sollte die UK einen entsprechenden Schritt gehen.
- Hintergrund sind Ermittlungen gegen Andrew im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal.
- Für eine Änderung der Thronfolge müssten mehrere Commonwealth-Staaten zustimmen.
Nach Australien hat auch Neuseeland seine Unterstützung für eine mögliche Streichung des früheren Prinzen Andrew Mountbatten-Windsor aus der britischen Thronfolge angekündigt. Das bestätigte ein Sprecher von Ministerpräsident Christopher Luxon. Sollte die Regierung in London einen entsprechenden Schritt vorschlagen, werde Neuseeland zustimmen, zitierte der Sender Radio New Zealand aus einer entsprechenden Stellungnahme.
Gegen Andrew, den jüngeren Bruder von König Charles III., wird in Grossbritannien im Zusammenhang mit dem Skandal um Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ermittelt. Andrew war in der vergangenen Woche zeitweise festgenommen worden. Dem früheren Prinzen wird Fehlverhalten in einem öffentlichen Amt vorgeworfen: Er soll in seiner früheren Rolle als Handelsbeauftragter Informationen an Epstein weitergeleitet haben.
Vor Medienvertretern sagte Luxon, seine Regierung habe in den vergangenen Tagen bereits Kontakt mit dem britischen Kabinettsbüro gehabt. «Niemand steht über dem Gesetz», betonte er. Neuseeland habe diese Entscheidung der britischen Regierung bereits vor Bekanntwerden der Position Australiens mitgeteilt.
«Stellen Sie sich einen König Andrew vor. Das geht gar nicht»
Die australische Regierung hatte zuvor bereits in einem Schreiben an den britischen Premierminister Keir Starmer erklärt, sie stehe hinter einem möglichen Ausschluss Andrews. Australiens Premierminister Anthony Albanese teilte derweil in einem Interview in einer populären Frühstücksshow des Senders KIIS FM heftig gegen den früheren Prinzen aus.
«Dieser Typ (Andrew) steht in der Thronfolge, was bedeutet, dass er unser Staatsoberhaupt werden könnte», sagte Albanese. «Stellen Sie sich einen König Andrew vor. Das geht gar nicht.» Das Verhalten Andrews sei inakzeptabel.

«Und ganz ehrlich, es liegt im Interesse der Königsfamilie, sich von diesem Mann zu trennen, und deshalb wurde ihm ja schon der Prinzentitel aberkannt.» Die Australier seien von den Anschuldigungen und den Szenen nach Andrews Festnahme «angewidert», sagte er weiter.
Australien und Neuseeland gehören zu den insgesamt 15 Commonwealth-Staaten, die einem entsprechenden Gesetz zustimmen müssten. Auf Platz eins in der Thronfolge liegt Charles' Sohn William (43), vor dessen Sohn Prinz George (12). Andrew (66) ist auf Platz acht.











