Arzt über Mette-Marit: «Lungentransplantation ist der letzte Ausweg»
Mehrere Ärzte zeigen sich besorgt über den Krankheitsverlauf von Mette-Marit. Lässt die Lungenfunktion weiter nach, könnte eine Transplantation notwendig sein.

Das Wichtigste in Kürze
- Mette-Marits Gesundheitszustand hat sich laut Kronprinz Haakon «deutlich verschlechtert».
- Auch Ärzte geben sich alarmiert, sie warnen vor einem negativen Verlauf ihrer Krankheit.
- Eine Lungentransplantation wird als «letzter Ausweg» in Betracht gezogen, heisst es.
Um Mette-Marit steht es ernst: Seit Jahren kämpft die norwegische Kronprinzessin gegen ihre chronische Lungenfibrose. Eine unheilbare Erkrankung, bei der gesundes Lungengewebe zunehmend vernarbt und die Atmung erschwert. Nun hat sich der Gesundheitszustand der 52-Jährigen offenbar weiter verschlechtert.
Lungenfacharzt Olav Kåre Refvem gibt sich besorgt über das Voranschreiten der Krankheit.
Gegenüber der norwegischen Zeitung «VG» erklärt er: «Wir haben gesehen, dass sie Sauerstoff benötigt und dass sie Pausen einlegen und Veranstaltungen verlassen muss. Das deutet darauf hin, dass sich die Krankheit weiterentwickelt und dass sie immer weniger Kraft und Atem hat.»

Die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten hätten das Voranschreiten der unheilbaren Krankheit bislang nicht stoppen können, so der Experte. Sollte die Lungenfunktion weiter nachlassen, könnte eine Transplantation notwendig werden.
Dieser Ansicht ist auch Tomas Mikal Eagan, Professor und Chefarzt der Lungenabteilung des Haukeland-Universitätskrankenhauses. Um Mette-Marits Gesundheit wieder zu stabilisieren, sieht er nur eine bestimmte Lösung: «Eine Lungentransplantation ist der letzte Ausweg.»
Dieser operative Eingriff werde laut Eagan in besonders schweren Krankheitsstadien in Betracht gezogen, «wenn die Krankheit so weit fortgeschritten ist, dass die Lebenserwartung unabhängig von der medizinischen Behandlung gering ist».
Ministerpräsident lobt offene Kommunikation
Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre (65) äusserte sich am Rande einer regionalen Industriekonferenz beeindruckt vom offenen Umgang mit den gesundheitlichen Herausforderungen der Kronprinzessin.

Dass die Königsfamilie auch in dunklen Stunden ehrlich kommuniziert, verdiene Respekt und stärkte das Vertrauen der Öffentlichkeit, so der Regierungschef.
Gerade deshalb sei die Anteilnahme in der Bevölkerung besonders gross: «Das lässt mich glauben, dass ganz Norwegen nun mit der Familie mitfühlt, die sich um die Kronprinzessin schart», betonte Støre.
Öffentliche Auftritte stark reduziert
Für die Öffentlichkeit wurde zuletzt deutlich sichtbar, wie sehr der norwegische Royal gegen ihr körperliches Leiden kämpft. Wiederholt zeigte sich Mette-Marit den letzten Wochen bei offiziellen Terminen mit einem Sauerstoffgerät. So zuletzt auch anlässlich der Feierlichkeiten zum norwegischen Nationalfeiertag am 17. Mai.

Vor den Augen der Öffentlichkeit musste sich die Kronprinzessin immer wieder setzen, rang sichtbar um Kraft. Selbst auf dem Balkon des Königsschlosses war das Sauerstoffgerät deutlich sichtbar. Besonders emotional: Prinz Sverre Magnus (20) hielt zeitweise sogar die Nasenkanüle seiner Mutter fest.
Ihre royalen Verpflichtungen hat Mette-Marit in den letzten Monaten stark eingeschränkt. Auftritte finden nur noch statt, sofern es ihre Gesundheit erlaubt. Konkrete Vorbereitungen für eine mögliche Lungentransplantation bestätigte der norwegische Hof bereits Ende 2025.
Königsfamilie rückt zusammen
Anfang der Woche erklärte Kronprinz Haakon (52), dass sich der Gesundheitszustand seiner Ehefrau neulich «deutlich verschlechtert» habe. Seine Auslandsreise in Japan verkürzte er auf drei Tage, um schnellstmöglich zu seiner Familie zurückzukehren.
«Es ist wichtig, nach Hause zu kommen und mit Mette zusammen zu sein. Es geht ihr jetzt schlecht, deshalb wollte ich das», meinte Haakon am Montag vor den Medien.

Zunehmend besorgt gibt sich auch Mette-Marits Tochter, Prinzessin Ingrid Alexandra. Die 22-Jährige unterbrach ihr Studium in Australien und flog zurück in ihre Heimat Norwegen, um ihrer Mutter in dieser schweren Phase beizustehen. Laut Medienberichten ist sie bereits in Oslo gelandet und auf Schloss Skaugum, dem Wohnort der Familie, angekommen.














