SRF: Darum muss «Happy Day» das Studio wechseln
Das legendäre Studio 1 am Leutschenbach ist Geschichte. Showformate von SRF, darunter auch «Happy Day», müssen nach vielen Jahren zügeln.

Das Wichtigste in Kürze
- SRF schliesst am Standort Leutschenbach sein langjähriges Studio 1.
- Von der Stilllegung betroffen ist auch die Samstagabendshow «Happy Day».
- Ab kommendem Herbst wird die Sendung aus einem anderen Studio produziert.
Am Samstag gingen im Studio 1 am Leutschenbach für immer die Lichter aus.
Es ist das Ende einer Ära, die für viele mit Nostalgie verbunden ist. 1973 nahmen die Räumlichkeiten von SRF (damals noch SF) am Hauptstandort Zürich Seebach ihren Betrieb auf.
Der Gebäudekomplex bot damals nicht nur Flächen für Nachrichten- und Magazinformate wie die «Tagesschau» oder den «Kassensturz». Sondern diente auch als Produktionsstandort legendärer Samstagabendshows. Etwa für den «Teleboy» mit Kurt Felix (†2012) oder «Benissimo» mit Beni Thurnheer (76).
In den letzten Jahren war das Studio 1, welches Platz für rund 500 Live-Zuschauer bietet, weniger ausgelastet.
Nach der Musikshow «Hello Again!», der Tanzshow «Darf ich bitten?» oder der Talentshow «Stadt Land Talent» werden inzwischen nur noch die jährlichen «Sports Awards», die wöchentliche Quizshow «1 gegen 100» sowie der Samstagabend-Klassiker «Happy Day» aus dieser Halle gesendet.
«Happy Day» muss zügeln
Die letztgenannte Show beendete am 11. April das Kapitel eines Studios, welches jahrzehntelange Fernsehgeschichte schrieb. Knapp 19 Jahre lang war es das Zuhause von «Happy Day». Ab 2012 auch jenes von Co-Moderatorin Kiki Maeder (45).
Nach der letzten Live-Ausgabe nimmt die Zürcherin auf Instagram Abschied. Zu einem Foto mit dem gesamten Showteam schreibt sie: «Wir sind heute die letzte Show, die im legendären Studio 1 stattfindet. Danach wird es stillgelegt.»
Doch «Happy Day» ist mit einem neuen «Happy Place» bereits fündig geworden.
Wie Maeder verrät, werden die künftigen Ausgaben ein paar Meter weiter aus Studio 5 produziert. Laut SRF soll die nächste Sendung am 3. Oktober stattfinden. Genügend Zeit also, um die Sommerpause für den Umzug zu nutzen.
Darum wird das Studio 1 stillgelegt
Die Räumlichkeiten entsprechen nicht mehr den heutigen technischen Anforderungen, die Ausstattung ist veraltet und hat ausgedient.
Auf Anfrage von Nau.ch bestätigt SRF den anstehenden Studiowechsel – Der aber auch einer strategischen Entscheidung zugrunde liegt.
Konkret heisst es: «Die Verkleinerung der Studiolandschaft und die damit verbundene Stilllegung von Studio 1 sind Massnahmen aus dem strategischen Unternehmensprojekt ‹SRF 4.0›.»

Bei «SRF 4.0» handelt es sich um ein Massnahmenpaket, welches das Medienunternehmen im vergangenen Jahr zur Umsetzung der nötigen Sparmassnahmen realisiert hat.
Bis Ende 2025 musste SRF 12 Millionen Franken einsparen. Im laufenden Jahr reduziert sich der Finanzrahmen um weitere rund 20 Millionen Franken.
SRF investiert weniger in Studiodekors
Im Fokus des Sparauftrags stehen hauptsächlich die Abteilungen Produktion und Technologie. Die Studiolandschaft wird verkleinert, das Investitionsvolumen reduziert, Flächen und Regien geschlossen und Produktionen in andere Räumlichkeiten verlegt.
Zusätzliche Optimierungen ergeben sich bei der Planung der Produktionszeiten sowie durch die bessere Auslastung der verbleibenden Infrastruktur. Beim Bau und in der Gestaltung von Studiodekors sowie beim Unterhalt von Produktionsmitteln werden die Leistungen reduziert.

Wie viel das Publikum vor den Bildschirmen von den Massnahmen zu spüren bekommt, bleibt abzuwarten. Seinem noch frischen Erscheinungsbild bleibt «Happy Day» aber auch in Zukunft treu.
Mit der Premiere von Nik Hartmann (53) im September 2025 erhielt die Kulisse der Samstagabendshow erstmals seit Beginn 2007 einen neuen Anstrich. Einen Einfluss auf den Studiowechsel hat das aber nicht zur Folge.
Gegenüber Nau.ch heisst es: «Das neue Dekor wurde bereits unter Berücksichtigung des geplanten Studiowechsels konzipiert.»





















