Grüne ZH: Vorlage zu Windenergie ist ein «wichtiger Schritt»

Grüne Kanton Zürich
Grüne Kanton Zürich

Zürich,

Die Grünen begrüssen, dass es mit der Windenergie im Kanton Zürich vorwärtsgeht. Die Vorlage sei ein wichtiger Schritt vorwärts, aber: «zwei Gänge zu langsam».

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In der Windenergie steckt sehr viel mehr Potenzial als erwartet. - Pixabay

Anderthalb Jahre nach Beginn der Vernehmlassung präsentiert die Regierung die festzusetzenden Eignungsgebiete für Windenergie im Kanton Zürich.

Die Grünen begrüssen es, dass es mit der Windenergie vorwärtsgeht. Sie werden die 19 vorgeschlagenen Windeignungsgebiete genau prüfen – auch hinsichtlich der Natur- und Siedlungsverträglichkeit.

Die Grünen bedauern es, dass die Regierung auf ein beschleunigtes Bewilligungsverfahren verzichten will. Die Vorlage ist ein wichtiger Schritt vorwärts, aber zwei Gänge zu langsam.

Windkraftlagen ergänzen Photovoltaik optimal

In den 19 vorgeschlagenen Eignungsgebieten besteht ein geschätztes Potenzial von circa 520 GWh Windstrom pro Jahr. Das sind 7 Prozent des im Kanton jährlich verbrauchten Stroms.

Da Windstrom zu zwei Dritteln im Winter anfällt, schaffen Windkraftanlagen die optimale Ergänzung zu Photovoltaik.

Die Grünen sind erfreut, dass die Regierung ihre Motion 104/2022 «Interessengebiete für Windenergieanlagen» umsetzt und die für die Energie- und Klimawende wichtige Energiequelle nicht mehr brachliegen lassen will.

Übertriebene Gewichtung der Aviatik

Gleichzeitig bemängeln die Grünen, dass die Regierung auf das grosse Windpotenzial auf dem Pfannenstiel wegen Konflikten mit der Zivilluftfahrt verzichten will.

Die angeblichen Störungen von Radarsystemen durch Windenergieanlagen sind unzureichend geprüft und müssen, wenn vorhanden, durch Anpassungen auf Seiten des Flugbetriebs behoben werden, was technisch heute möglich ist.

Jetzt aber entsteht der falsche Eindruck, dass die Windkraft in die Gebiete an den Kantonsgrenzen abgeschoben würde: Dabei ist die übertriebene Gewichtung der Aviatik der Grund.

Mutloser Verzicht auf Beschleunigung

Ebenso bedauern die GRÜNEN, dass dem Regierungsrat offenbar der Mut für ein beschleunigtes Bewilligungsverfahren fehlt. Damit laufen Windenergieprojekte weiterhin Gefahr, in langen und teuren Rekursverfahren zu versanden.

Die dringend nötige Investitionssicherheit ist nach wie vor nicht gegeben. Hat das Geschwurbel der rechten Windkraftgegner gewirkt? Wer die Ziele der kantonalen Energiestrategie ernst nimmt, muss die Planungs- und Bewilligungsprozesse endlich modernisieren.

Natur- und Umweltverträglichkeit

Die jetzigen Eignungsgebiete stellen einen wichtigen Schritt für die Planung dar, aber sie ersetzen keine Umweltverträglichkeitsprüfung.

Für die Grünen ist klar: Die Eignungsgebiete sind kein Freipass. Für jeden Standort einer Windkraftanlage müssen die Interessen nochmals einzeln genau abgewogen werden, sodass die Naturwerte möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Klimaschutz und Biodiversität sind immer gemeinsam zu denken.

Kommentare

User #2159 (nicht angemeldet)

Windkraft ist eine reine Geldwäscherei jetzt nur kämpfen gegen diese Vorlage. Wer Zahlt nach 25 Jahren für diesen Schrott der Steuerzahler.

User #3356 (nicht angemeldet)

Ist schon witzig: Seit Rot-Grün mit ihrer Politik mitmischt und immer mehr sogenannte saubere Energie vor allem in der Produktion aufgezwungen wird, wird es immer wärmer. Dabei passt es perfekt zur ETH-Studie, die zeigt: Saubere Luft führt zu wärmeren Sommern.

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