HC Thurgau scheitert trotz Aufholjagd an GCK Lions
Der HCT verliert zuhause mit 2:4 gegen die GCK Lions. Nach desolatem Start und frühem Goalie-Wechsel gelingt der Anschluss, doch der Aufwand bleibt unbelohnt.

Wie der HC Thurgau mitteilt, schien das Spiel nach desaströsen ersten acht Spielminuten und drei Gegentreffern für den HCT gegen die GCK Lions bereits gelaufen. Die Leuen kämpften sich zwar nochmals ran, konnten aber trotz Anschlusstreffern von Kevin Haas und Fabio Murer die Niederlage nicht mehr abwenden. Man hoffte auf Seiten des HC Thurgau auf ein Aufatmen nach den letzten meist punktelosen Spielen.
Der Abend begann jedoch mit einem frühen Stich ins HCT-Herz: Die GCK Lions nutzten ihre Chance nach dreieinhalb Minuten eiskalt zur 0:1-Führung. Die Leuen schüttelten sich vorerst kurz und blieben aber bissig. Trotzdem wurde es jedes Mal brandgefährlich, sobald die Gäste in Scheibenbesitz kamen. Und es kam noch bitterer: Beim 0:2 schien Goalie Mathieu Croce zunächst als Sieger aus dem Duell hervorzugehen, doch die Scheibe kullerte auf unglückliche Weise doch noch ins Tor.
Die Reaktion folgte in Form eines Timeouts für den HCT und mit einem Wechsel im Tor. Mathieu Croce machte nach erst knapp sieben Minuten Platz für Ewan Huet – sollte das die Wende bringen? Offensichtlich nicht, denn kurz darauf zappelte die Scheibe erneut im Netz – 0:3 durch Nino Niedermann. Jetzt war Charakter gefragt.
Die Leuen bissen sich zurück ins Spiel und belohnten sich mit dem Anschlusstreffer zum 1:3 durch Kevin Haas. Trotz des ernüchternden Spielstands liessen die Thurgauer auf dem Eis noch nicht locker und zeigten Herz. Insbesondere die 18-jährige Leihgabe aus Genf, Simas Ignatavicius, prügelte sich in die Herzen der Leuen-Fans (und auch auf die Strafbank). Am Spielstand änderte sich bis zum Pausenpfiff aber nichts mehr.
Murers Treffer bringt Hoffnung doch GCK kontert eiskalt
Auch zu Beginn des zweiten Drittels zeigten die Leuen zwar Herz, aber auch enorm viele Fehler im eigenen Aufbauspiel und viel zu harmlose Abschlüsse. Dies war Grund genug, dass der Zwei-Tore-Rückstand bis zur Drittelsmitte immer noch Bestand hatte.
Angepeitscht von den eigenen Fans steigerten sich die Leuen danach aber kontinuierlich und konnten sich im Mitteldrittel auch auf einen erstarkten Ewan Huet verlassen. Das Aufbäumen zahlte sich aus: Fabio Murer fasste sich in der 36. Minute ein Herz und hämmerte auf die Scheibe, welche den Weg zum 2:3 ins Zürcher Tor fand.
Victor Backman versuchte in der Folge gleich nachzudoppeln, scheiterte aber an Lorin Grüter im Zürcher Tor. Man wähnte sich bereits im Pausentee als es plötzlich 2:4 stand. Die Gäste spielten sich vor Huet gefährlich in Position und Endo Meier schloss erfolgreich ab. Ein erneuter Dämpfer, aber noch kein finaler Genickbruch.
Schlussdrittel ohne Durchschlagskraft
Im Schlussdrittel zeichnete sich ab, dass sich das Heimteam noch nicht geschlagen geben wollte und nochmals Druck aufzusetzen versuchte. Wirklich gefährliche Torchancen konnten sie sich aber nur selten herausspielen und die Zeit rinnte unaufhaltsam dahin. Je länger das Spiel dahinplätscherte und je mehr Pässe der Leuen nicht ankamen, desto mehr machte sich auf den Zuschauerrängen langsam Resignation bemerkbar.
Hoffnung kam rund fünf Minuten vor Spielende mit dem ersten Überzahlspiel für die Thurgauer nochmals auf – zumindest bei denjenigen, welche die haarsträubende Powerplay-Bilanz der letzten Spiele ignorierten. Die Hoffnung war dann auch vergebens, brachten die Leuen auch in Überzahl schlicht nichts Zählbares mehr zustande. Mit Müh und Not konnte man letztlich noch den Empty-Netter verhindern und es blieb beim 2:4-Schlussresultat.








