HC Thurgau feiert ersten Playoff-Sieg gegen Olten
Der HC Thurgau siegt in Overtime gegen EHC Olten. Daniel Ljunggren trifft dreifach, darunter das entscheidende Tor, und bringt sein Team zurück in die Serie.

Wie der HC Thurgau berichtet, lautete am Sonntagnachmittag, 1. März 2026, in Spiel drei des Playoff-Viertelfinals gegen den EHC Olten für den HCT fast schon die Devise «Sieg oder Sarg». Die beiden ersten Begegnungen gingen verdientermassen an Olten.
Die Mannschaft von Anders Olsson wusste, dass es in dieser Partie darum ging, die Serie zu verlängern und sich in das packende Duell gegen Olten zurückzukämpfen. Gefordert dafür war mehr Playoff-Intensität, um dem Gegner auch mal unter die Haut zu kommen.
pielerisch kann der HCT mit diesem Gegner mithalten, auch wenn die Paradelinie mit Asselin, Hawryluk und Horansky wohl die stärkste der ganzen Liga ist.
HCT geht früh in Führung
Das Spiel liess sich wie bereits letzten Dienstag gut an. Im ersten Powerplay des Spiels nach fünf Minuten waren es die stark aufspielende PP-Linie mit den Imports des HCT, welche sich zum Führungstreffer durchspielte. Skorerking Daniel Ljunggren traf auf Pass von Adam Rundqvist und brachte die gut gefüllte Gütti ein erstes Mal zum Beben.
Die Freude war leider nur von kurzer Dauer. Auch der HCT fasste in Person von Luca Deussen gleich zwei Strafen. Die erste wurde noch überstanden, doch bei zweiter Gelegenheit war es Guillaume Asselin, der zum Ausgleich einschoss.
Die Gefahr jetzt überfahren zu werden war da, doch die Paradelinie des HCT wehrte sich eindrücklich dagegen. Backman mit einem Traumzuspiel auf Ljunngren und dieser verwertete sehenswert zur erneuten Führung.
Oltner Druck bringt Thurgau ins Schwitzen
Es folgten noch je ein Pfostenschuss durch Sidler und Asselin, doch der HCT konnte die minimale Führung in die erste Pause retten. Im Mitteldrittel musste Doppeltorschütze Ljunggren einen hohen Stock im eigenen Gesicht verdauen.
Patrick Obrist war der Übeltäter, der auf die Strafbank musste. Etwas glücklich durch eine abgelenkten Schuss traf Eric Schneller zum 3:1 und verschaffte dem HCT etwas Luft. Ausruhen konnte man sich aber keineswegs darauf.
Gerade die Toplinie der Oltner brachte immer wieder Gefahr vor das HCT-Tor. Gut für die Thurgauer, dass Ewan Huet sich je länger je stärker präsentiert in dieser Serie und gerade mit einem Big Save in der 38. Minute die Thurgauer Führung festhielt.
Overtime-Drama entscheidet Partie
Zurück im Mittelpunkt im letzten Abschnitt das überforderte Ref-Duo Jordi und Imbach. Nach einer harmlosen Keilerei in der 48. Minute schickten diese Fabio Murer grundlos alleine auf die Strafbank. Guillaume Asselin, wer sonst nützte diese Gelegenheit und verkürzte für Olten auf einen Treffer Rückstand.
Dann war es zu viel Druck für die Thurgauer Defensive und Jules Sturny traf zum Ausgleich. Eine Minute vor Schluss war die Führung dahin und die vorherige Strafe gegen Murer ärgerte noch viel mehr.
Zu Beginn der Overtime, kurvte Livio Truog für Oltens Dominic Weder zu elegant und wurde von diesem mit einem Beinstellen aufs Eis befördert. Die grosse Chance für den HCT auf den dritten und entscheidenden Powerplay-Treffer an diesem Abend.
Nach 56 Sekunden Overtime sah Victor Backman seinen Landsmann Daniel Ljunggren, spielte einen Traumpass durch die gesamte Verteidigung hindurch und nach 57 Sekunden hämmerte Ljunggren die Scheibe zum entscheidenden Goal in die Maschen. Es ist dies erst der erste Sieg des HCT nach zwei Niederlagen und auch dieser musste hart erdauert werden.








