HC Thurgau unterliegt Olten trotz spätem Comeback
Der HC Thurgau verliert Spiel zwei der Playoff-Serie beim EHC Olten trotz starker Aufholjagd und drei Treffern in der Schlussminute mit 5:3.

Wie der HC Thurgau mitteilt, liefert sich das Team mit dem EHC Olten einen leidenschaftlichen Playoff-Fight, kämpft sich im Schlussdrittel nochmals zurück und erlebt schliesslich eine verrückte Schlussminute mit gleich drei Treffern. Am Ende gab es trotz kämpferischer Leistung und Toren durch Ljunggren, Schneller und Truog eine 5:3-Niederlage in Olten.
Das Ziel für den HC Thurgau im zweiten Playoff-Spiel gegen den EHC Olten war klar: das Break mit einem Auswärtssieg sofort korrigieren. Entsprechend entschlossen und mit viel Energie startete man in die Partie. Die Startminuten verliefen ausgeglichen und mit hohem Tempo, ganz im Stil echten Playoff-Hockeys. Die erste Grosschance gehörte den Oltnern, doch Ewan Huet blieb mit einer starken Parade Sieger.
Auf der Gegenseite setzte Victor Backman nach schöner Kombination ein erstes Ausrufezeichen, scheiterte jedoch an Lucas Rötheli. Grundsätzlich war der HCT erneut bemüht, wobei im Abschluss aber immer noch die letzte Überzeugung fehlte. Mit der ersten Strafe gegen Victor Backman kamen zusätzliche Emotionen ins Spiel.
Das Oltner Publikum peitschte sein Team im Powerplay nach vorne – und diesmal konnte Huet die Scheibe nicht mehr festhalten: Jules Sturny stocherte sie zum 1:0 über die Linie. Kurz vor Drittelsende musste mit Dario Sidler ein weiterer Thurgauer auf die Strafbank, sodass die Leuen bis zur Sirene vor allem defensiv gefordert waren. Nach 20 intensiven Minuten stand es aber immer noch erst 1:0 für Olten und die Thurgauer konnten sich eine kurze Pause gönnen.
HC Thurgau gerät mit 1:3 in Rückstand
Der HC Thurgau startete in Unterzahl ins zweite Drittel und der EHC Olten nutzte dies eiskalt aus. Die Gastgeber installierten sich sofort vor dem Thurgauer Tor und nach nur 32 Sekunden erhöhte Jayce Hawryluk auf 2:0. Der HCT hatte Mühe, im Mitteldrittel ins Spiel zu finden, während Olten den Takt vorgab.
Doch im Hockey kann es bekanntlich schnell drehen und es flammte tatsächlich kurz darauf Hoffnung auf. Denn mit der ersten Powerplay-Möglichkeit schlugen die Leuen umgehend zurück: Daniel Ljunggren traf nach wenigen Sekunden Überzahl zum wichtigen 2:1-Anschluss.
Die Hoffnung auf das Momentum erhielt jedoch einen schnellen Dämpfer. Robin Lekic spielte mit dem Feuer, versuchte einen blinden Backhandpass und lancierte damit einen Konter des Heimteams. Guillaume Asselin vollendete nur eine Minute später ein herrliches Zusammenspiel der Oltner Paradelinie zum 3:1.
In der Folge verlor das Spiel etwas an Tempo, ehe Strafen auf beiden Seiten nochmals Feuer in die Partie brachten. Insbesondere der HCT warf in den letzten zwei Minuten nochmals alles nach vorne, aber Tore fielen dennoch keine mehr. So blieb es nach 40 Minuten beim 3:1-Zwischenstand, wobei im Schlussdrittel noch alles möglich war.
Dramatische Schlussminute entscheidet Playoff-Duell
Im letzten Abschnitt setzte der HC Thurgau mit einem erneuten Powerplay gleich ein Zeichen und baute Druck auf. Die Leuen schnürten den EHC Olten phasenweise ein, doch der Anschlusstreffer wollte trotz guter Druckphase zunächst nicht fallen. Thurgau blieb in der Folge spielbestimmender und mit mehr Scheibenbesitz, zwingende Torchancen blieben jedoch Mangelware.
Erst mit einer weiteren Überzahl gelang der erneute Durchbruch: Verstärkungsspieler Eric Schneller traf nach anhaltendem Offensivdruck zum 3:2 und brachte die Spannung zurück. In der Schlussphase warf der HCT nochmal alles nach vorne: Ewan Huet verliess seinen Kasten in der letzten Spielminute zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers, zudem nahm Thurgau noch ein Timeout – volles Risiko für den Ausgleich.
Doch zunächst schlug Olten zu und traf sogleich ins leere Tor zum 4:2. Wer nun dachte, das Spiel si entschieden, irrte gewaltig. Der HCT gab sich nicht auf: 18 Sekunden vor Schluss verkürzte Livio Truog auf 4:3 und die Hoffnung lebte in den Thurgauern Herzen nochmals auf.
Doch nur zehn Sekunden später waren es erneut die Oltener, die mit einem weiteren Empty-Netter alles klar machten. 5:3 – drei Tore in der letzten Spielminute und ein dramatisches Ende eines intensiven Playoff-Abends. Noch ist nichts verloren und die Serie lebt weiter. Daher heisst es bereits am Sonntag, 1. März 2026, wieder: alli id Gütti.









