Arbon wertet Altstadt mit Begegnungszone auf

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Bodensee,

Arbon saniert Werkleitungen und Strassen in der Altstadt und verbindet dies mit einer Aufwertung: Begegnungszone, mehr Grün und bessere Aufenthaltsqualität.

Altstadt Arbon.
Altstadt Arbon. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Arbon mitteilt, war auslöser des Projekts der dringende Sanierungsbedarf bei Werkleitungen und Strassenbelägen in der Altstadt. Die Umsetzung dieser Arbeiten ist unabhängig vom Abstimmungsresultat zwingend.

Mit dem Ja zur Vorlage wird nun mehr umgesetzt als eine rein technische Instandstellung: Die Sanierung wird mit einer gezielten städtebaulichen Aufwertung verbunden.

Die Hauptstrasse wird als durchgehende Begegnungszone gestaltet – mit hindernisfreien Flächen von Fassade zu Fassade und sicheren Querungen. Die Verkehrsführung bleibt erhalten, die Situation wird jedoch beruhigt und die Sicherheit insbesondere für den Langsamverkehr erhöht.

Dazu tragen Tempo 20 und eine abschnittsweise Verengung bei. Auf der Promenadenstrasse gilt Tempo 30.

Mehr Grün, mehr Aufenthaltsqualität

Ein zentrales Element ist die ökologische Aufwertung mit zusätzlichem Grünraum. Entsiegelte Flächen, Versickerungszonen und Baumpflanzungen folgen dem Prinzip der «Schwammstadt» und verbessern das Regenwassermanagement ebenso wie das Mikroklima.

Die Gestaltung respektiert das historische Ortsbild von nationaler Bedeutung. Hochwertige Materialien, gepflasterte Plätze und eine zurückhaltende Lichtinszenierung stärken die Identität des Stadtkerns.

Der öffentliche Raum bleibt flexibel nutzbar – für Märkte, Veranstaltungen und kulturelle Anlässe.

Nutzen für Bevölkerung und Gewerbe

Von der Aufwertung profitieren unterschiedliche Anspruchsgruppen: Anwohnende gewinnen an Lebensqualität, Kinder und Familien an Sicherheit, Senioren an hindernisfreien Wegen und Sitzgelegenheiten.

Für das lokale Gewerbe schafft eine attraktive Altstadt bessere Rahmenbedingungen und stärkt die Passantenfrequenz.

Die Stadt nutzt dabei ein günstiges Momentum. Dank der Einbindung ins Agglomerationsprogramm des Bundes kann sie mit Förderbeiträgen von bis zu 40 Prozent der anrechenbaren Aufwertungskosten rechnen. Damit wird aus einer ohnehin notwendigen Investition ein bedeutender langfristiger Mehrwert für die ganze Stadt.

Voraussichtlicher Projektverlauf

Nach der Annahme des Kredits folgen die formellen Schritte: Bis Ende April 2026 soll das Bau- und Auflageprojekt vorbereitet sein. Anschliessend sind die öffentliche Auflage sowie die Bewilligung der Signalisation vorgesehen.

Parallel dazu wird die Finanzierungsvereinbarung im Rahmen des Agglomerationsprogramms vorbereitet.

Der eigentliche Baustart hängt vom gewählten Bauverfahren ab. Derzeit wird eine beschleunigte Variante mit verkürzten Hauptbauphasen geprüft.

Nach aktueller Planung beginnen die Vorarbeiten Ende 2027, die Hauptarbeiten an der Hauptstrasse Anfang 2028 und jene an der Promenadenstrasse ein Jahr später. Wie bei Projekten dieser Grössenordnung üblich, bleibt der Terminplan abhängig von Bewilligungsverfahren, Koordination und Rahmenbedingungen.

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