HC Thurgau holt Extrapunkt nach Penaltykrimi
Der HC Thurgau trotzt frühem Rückstand, erkämpft sich in Basel ein 2:2 nach 60 Minuten und sichert sich den Zusatzpunkt im Penaltyschiessen.

Wie der HC Thurgau mitteilt, begann das Auswärtsspiel in Basel für den HCT denkbar schlecht. Gerade einmal 25 Sekunden waren gespielt, als ein desaströser Scheibenverlust in der Defensive den Gastgebern die frühe Führung durch Gianluca Barbei ermöglichte. Ein echter Paukenschlag, den die Leuen zunächst einmal verdauen mussten.
In den darauffolgenden Minuten übernahm Basel das Spieldiktat und erspielte sich weitere gute Chancen. Der HCT brauchte seine Zeit, um sich zu sammeln und in die Partie zu finden. Mit zunehmender Spieldauer gelang dies jedoch immer besser: Die Thurgauer kamen vermehrt zu Scheibenbesitz und setzten erste offensive Akzente.
Der Aufschwung zahlte sich nach rund 15 Minuten aus. Kevin Etter verwertete ein Zuspiel von Ian Derungs eiskalt und stellte auf den verdienten 1:1-Ausgleich. Chancen danach auf beiden Seiten, wobei in dieser Phase auf HCT-Goalie Ewan Huet Verlass war, der mehrere Abschlüsse abblocken liess und sein Team zur Pause im Spiel hielt.
Intensiver Schlagabtausch ohne Tore
Auch im zweiten Abschnitt entwickelte sich ein reger Schlagabtausch. Die ersten Grosschancen gehörten erneut den Baslern, die mit viel Tempo aus der Kabine kamen. Entsprechend war Schlussmann Huet weiterhin stark gefordert.
Nach dieser intensiven Anfangsphase flachte die Partie etwas ab. Beide Teams lieferten sich zahlreiche 1-gegen-1-Duelle um die Scheibe, der Spielfluss litt darunter und echte Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware.
Für einen kurzen Aufreger sorgte dann Kevin Etter, der sich eine Abschlussmöglichkeit erarbeitete und alleine auf Basel-Goalie Fabio Haller losziehen konnte. Bestärkt durch diesen Antritt, übernahm der HCT zunehmend die Kontrolle und verzeichnete mehr Spielanteile – bedauerlicherweise aber ohne zwingende Abschlüsse zu generieren.
In der letzten Minute des Drittels bot sich den Leuen im Powerplay nochmals eine gute Gelegenheit: Die Basler wurden regelrecht eingeschnürt und die Leuen bissen sich in der gegnerischen Zone fest. Doch ein Treffer gabs vor der Pause nicht mehr.
Führung, Ausgleich und Overtime
Auch im Schlussdrittel konnte der HC Thurgau die noch andauernde Überzahlsituation nicht nutzen und verpasste es, das Spiel auf seine Seite zu ziehen. Wenig später durften die Leuen dann aber doch jubeln: Kevin Lindemann zog ab und bezwang Haller mit einem platzierten Schuss zur 2:1-Führung.
Basel versuchte umgehend, den Rückstand wettzumachen. Insbesondere zur Mitte des Drittels erhöhte Thurgau den Druck nochmals deutlich. Die Leuen schnürten Basel phasenweise regelrecht ein – beinahe fahrlässig wurden dabei Torchancen ausgelassen.
Und wie so oft im Eishockey rächte sich diese Ineffizienz: In der 55. Minute gelang Brett Supinski der 2:2-Ausgleich für die Gastgeber.
Danach schwächte sich der HCT mit einer Strafe durch Ian Derungs nochmals selbst, was zu einigen brenzligen Situationen vor dem eigenen Tor führte. Ein Vorbeikommen an Ewan Huet gab es jedoch nicht mehr. So blieb es nach 60 Minuten beim 2:2 und die Partie ging folgerichtig in die Verlängerung.
Entscheidung im Penaltyschiessen
Die Verlängerung im Drei-gegen-drei bot den Zuschauenden beste Eishockey-Unterhaltung. In einem rasanten Hin und Her suchten beide Teams die Entscheidung, was zu zahlreichen Abschlüssen auf beiden Seiten führte.
Die Spannung war greifbar, doch weder Basel noch der HC Thurgau konnten den entscheidenden Treffer in der Overtime erzielen. Das Penaltyschiessen musste entscheiden und dort bewies der HCT die besseren Nerven.
Ian Derungs, Victor Backman und Adam Rundqvist verwandelten ihre Versuche souverän und sicherten den Leuen damit den Extrapunkt.








