HC Thurgau bleibt in La Chaux-de-Fonds ohne Punkte
Der HC Thurgau verliert auswärts mit 1:2. Ein spätes Aufbäumen und ein starker Goalie Huet reichen nicht aus, um gegen La Chaux-de-Fonds zu punkten.

Wie der HC Thurgau mitteilt, muss sich das Team beim HC La Chaux-de-Fonds mit 1:2 geschlagen geben, wobei das Heimteam über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft war. Dank einem starken Ewan Huet und dem Treffer von Livio Truog konnte man sich zwar noch lange im Spiel halten, war letztlich aber chancenlos.
Von Beginn weg achteten die Leuen bei ihrem Auswärtsspiel gegen den direkten Tabellennachbarn in La Chaux-de-Fonds darauf, Struktur und Ruhe ins Spiel zu bringen. Mit sauberem Aufbauspiel versuchten die Gäste, Kontrolle zu übernehmen und sich geordnet in die Offensive zu kombinieren.
Das Heimteam hielt jedoch wenig von kontrolliertem Abtasten und suchte sein Glück eher in wilden Szenen vor HCT-Goalie Ewan Huet. Mit satten Schüssen und viel Energie erspielte sich der HCC einige gefährliche Möglichkeiten. War das Spiel zuerst noch ausgeglichen, kippte das Spiel zunehmend in Richtung der Hausherren.
La Chaux-de-Fonds übernahm mehr Scheibenbesitz und erhöhte den Druck kontinuierlich. Die logische Konsequenz folgte in der 16. Minute: Gilian Kohler erzielte mit einem sehenswerten Treffer das 1:0 für das Heimteam. Der HCT konnte vorerst nicht reagieren und es blieb bei der knappen Führung der Gastgeber zur ersten Drittelspause.
Truog lenkt Ausgleich ein und bringt Thurgau zurück ins Spiel
Auch im Mitteldrittel blieb der HC La Chaux-de-Fonds die gefährlichere Mannschaft. Mehrere Minuten lang stand HCT-Goalie Huet im Dauereinsatz und verhinderte mit starken Paraden einen weiteren Gegentreffer. Ein Timeout der Leuen brachte zumindest kurz eine Verschnaufpause.
Der HCT konnte sich in der Folge phasenweise aus der Umklammerung lösen und wieder vermehrt für Entlastung sorgen. An der grundsätzlichen Kräfteverteilung änderte dies jedoch wenig. Nüchtern betrachtet war der HCT im Mitteldrittel eigentlich chancenlos – doch Eishockey wäre nicht Eishockey, wenn es immer logisch wäre.
Lionel Marchand fasste sich 3,6 Sekunden vor der zweiten Pause ein Herz, zog ab, und Livio Truog lenkte den Schuss entscheidend zum 1:1 ab. Ein ganz wichtiger Treffer für die Thurgauer, welche in der Pause nochmals Energie und Mut tanken sollten.
Früher Gegentreffer entscheidet Schlussdrittel
Die Hoffnung auf frischen Schwung nach dem Ausgleich hielt aus Sicht des HCT nur kurz. Gerade einmal 27 Sekunden waren im Schlussdrittel gespielt, da stellte der HC La Chaux-de-Fonds die Führung wieder her und sorgte früh für einen Dämpfer bei den Gästen. Der HCT zeigte danach jedoch eine Reaktion und versuchte, aktiver ins Spiel zu kommen und den erneuten Rückstand nicht einfach hinzunehmen.
Allerdings schwächten sich die Thurgauer mit eigenen Strafen gleich selbst und luden den HCC zu weiteren hochkarätigen Abschlüssen ein. Dass es nicht früher vorentschieden war, lag einmal mehr an Ewan Huet, der in dieser Phase mit starken Paraden dagegenhielt. In der Folge tat sich der HCT offensiv schwer.
Eigene Abschlüsse blieben rar, wenig wollte zusammenpassen, und der Spielfluss kam kaum zustande. Bereits drei Minuten vor Schluss entschied man sich auf Seiten des HCT, Huet zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis zu nehmen.
Was folgte, waren drei Minuten, in denen die Leuen endlich all das zeigten, was man in den übrigen 57 Minuten zumeist vermisst hatte: Körpereinsatz, Kampfgeist und viel Herzblut. Der Ausgleich wollte trotz Einsatz jedoch nicht mehr gelingen, und so blieb es beim knappen 2:1-Erfolg für den HC La Chaux-de-Fonds.








