HC Thurgau bezwingt Sierre und stoppt Negativserie
Mit fünf Toren und viel Einsatz erkämpft sich der HC Thurgau einen 5:4-Heimerfolg gegen den HC Sierre und beendet damit seine Negativserie.

Wie der HC Thurgau schreibt, melden sich die Thurgauer eindrucksvoll zurück und es gelingt ihnen gegen den Tabellenführer ein ersehnter Befreiungsschlag. In einem intensiven Heimspiel gegen den HC Sierre zeigt der HCT eine tolle Mannschaftsleistung und feiert einen hart erkämpften 5:4-Erfolg.
Nach zuletzt sechs Niederlagen in Serie sehnten sich die Thurgauer im Heimspiel gegen den HC Sierre wieder einmal nach Punkten. Die Aufgabe hatte es allerdings in sich: Mit dem Tabellenführer gastierte auch die gefährlichste Offensive der Liga in der Gütti.
Entsprechend schwierig gestalteten sich die Startminuten für das Heimteam, das zunächst Mühe hatte, ins Spiel zu finden. Je länger das Drittel dauerte, desto besser fanden die Thurgauer jedoch ins Spiel und setzten eine erste Druckphase, in der klar erkennbar wurde, dass man die Punkte unbedingt in der Gütti behalten wollte.
Zusätzlichen Schwung brachte dabei offenkundig auch die Rückkehr von Ian Derungs nach abgesessenen Spielsperren. Trotz eines regen Hin und Hers blieb es im Startdrittel vor beiden Toren weitgehend ungefährlich, sodass klare Torchancen Mangelware blieben und man ohne Tore in die erste Pause ging.
Sieben starke Minuten bringen Thurgau auf die Siegerstrasse
Das Mitteldrittel begann nach Mass für die Thurgauer. Livio Truog setzte sich hinter dem Walliser Tor energisch durch, kurvte um den Kasten und schob die Scheibe gleich selbst zur viel umjubelten 1:0-Führung ein. Trotz Rückstand zeigte sich der HC Sierre weiterhin gefährlich und blieb präsent in der Thurgauer Zone.
Den Thurgauer eröffnete sich in der Folge eine Überzahlmöglichkeit. Zwar gehört das Powerplay nicht zu den grossen Stärken des Heimteams, umso erfreulicher war es, dass Livio Truog sowie Simas Ignatavicius dennoch zu gefährlichen Abschlüssen kamen. Bei der zweiten Überzahl des Drittels folgte dann allerdings ein Dämpfer: Statt den Vorsprung auszubauen, kassierte der HCT den Ausgleich – Jayden Halbgewachs traf mit seinem Shorthander zum 1:1.
Die passende Revanche bot sich wenig später in doppelter Überzahl. Zunächst scheiterte Daniel Ljunggren noch, doch Livio Truog stand goldrichtig und verwertete den Abpraller zur erneuten Führung. Kurz darauf doppelten die Leuen gar noch nach: Lucas Hedlund bediente Fabio Hollenstein mustergültig im Slot, und dieser schloss souverän zum 3:1 ab.
Damit aber noch nicht genug, denn nach einem gewonnenen Bully erzielte Simas Ignatavicius seinen ersten Treffer im Leuen-Dress zum 4:1. Was für starke sieben Minuten des Heimteams. Da war der Anschlusstreffer der Walliser zum 4:2 (vorerst) nur ein kleiner Wehrmutstropfen.
Thurgau behält die Nerven trotz Aufholjagd
Kaum war das Schlussdrittel lanciert, stellten die Thurgauer den Drei-Tore-Vorsprung wieder her. Simas Ignatavicius zeigte sich ein zweites Mal treffsicher und erhöhte nach schönem Zuspiel von Victor Backman auf 5:2.
Der HC Sierre gab sich trotz des Rückstands jedoch keineswegs geschlagen, und die Thurgauer waren nun vermehrt in der Defensive gefordert. Dabei konnten sie sich mehrfach auf ihren starken Schlussmann Christof von Burg verlassen, der mit wichtigen Paraden die Führung festhielt.
Trotz einer geschlossenen Mannschaftsleistung des Heimteams gelang den Wallisern in der 55. Minute nochmals der Anschlusstreffer. Topscorer Samuel Asselin nutzte eine Überzahlsituation zum 5:3. In der Schlussphase riskierte Sierre alles, nahm den Torhüter vom Eis und kam 30 Sekunden vor Spielende durch Maxime Montandon gar noch auf 5:4 heran.
Die Thurgauer bewahrten in den letzten Sekunden jedoch die Nerven, verteidigten den Vorsprung mit grossem Einsatz und brachten den knappen, aber umso wichtigeren 5:4-Heimsieg über die Zeit. Ein Befreiungsschlag der dem gesamten Team, dem Staff und den Fans gut tun wird.








