Nach einem Punkt aus zwei Spielen stand der EHC Thun bereits unter Druck. Zuhause liessen die Oberländer dem SC Lyss aber keine Chance.
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Jubel nach dem 3:0 durch Kristers Marins beim EHC Thun. - zvg

Das Wichtigste in Kürze

  • Der EHC Thun bodigt im ersten Heimspiel der Saison den SC Lyss.
  • Besonders im Mitteldrittel mit vier Toren können die Thuner ihr Spiel aufziehen.
  • Am Ende resultiert ein klarer 6:1-Sieg.

Die Thuner kamen am Mittwochabend zu Beginn nur zögerlich ins Spiel. Es schien fast so, als wäre die Mannschaft noch ein wenig gehemmt. Denn: Aus den ersten beiden Saisonspielen resultierte trotz guter Leistungen nur ein einziger Punkt.

Im ersten Drittel bestimmten demnach die Seeländer grösstenteils das Spieldiktat. Allerdings stimmte auch bei Lyss noch nicht alles, so dass die über 400 Zuschauer nur wenige Torszenen zu sehen bekamen.

Die Highlights des 6:1-Siegs des EHC Thun gegen den SC Lyss. - EHC Thun

EHC Thun dominiert im Mitteldrittel

Gleich zum Start des Mitteldrittels schien die Anfangsnervosität beim EHC Thun dann entschwunden. Bereits in der ersten Minute traf Fabian Boss mit voller Überzeugung zur Führung. Danach spielten eigentlich nur noch die Berner Oberländer.

Kurz nach Spielmitte holte sich Yannick Gugelmann die Scheibe an der Bande und zog unverdrossen vor das Lysser Tor. Im Stile eines Fuchses netzte er ein und liess dem Torhüter keine Chance.

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Der EHC Thun trat am Mittwochabend erstmals vor Heimpublikum an.
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Im ersten Drittel bekundeten die Thuner Mühe.
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Im Mitteldrittel trafen die Thuner – wie hier Yannick Gugelmann – vier Mal.
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Am Ende jubelte die Mannschaft über ein 6:1.
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Die Spieler feierten danach mit den Fans.
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Zum besten Spieler der Partie wurde Goalie Stephan Küenzi ausgezeichnet.

Die Seeländer ihrerseits versuchten zu reagieren. Headcoach Serge Meyer nahm früh sein Timeout, welches wirkungslos blieb. Nur eine Minute später schoss Thuns Michael Bärtschi gleich drei Mal aufs Tor, bevor die Scheibe bei Kristers Marins landete. Der schweizerisch-lettische Doppelbürger staubte souverän ab und erzielte das 3:0.

Mit dem 4:0 zum Ende des zweiten Drittels konnten die Thuner den Sieg schon mehr oder weniger ins Trockene bringen. Im letzten Abschnitt schaltete der EHC Thun dann wieder einen Gang zurück wodurch auch die Seeländer zu Chancen kamen.

Gugelmann: «Noch nicht alles optimal»

Gegen Goalie Stephan Küenzi reüssierte aber erst Hannes Kasslatter elf Sekunden vor Schluss. Der Seeländer Topscorer traf zum Endstand von 6:1. Zuvor erhöhten für Thun Pascal Kohler und Yannick Gugelmann mit seinem zweiten persönlichen Treffer des Abends.

Yannick Gugelmann im Interview nach dem Spiel. - EHC Thun

Doppeltorschütze Gugelmann nach dem Spiel im Interview: «Obwohl noch nicht alles optimal war, sind wir froh konnten wir die drei Punkte mitnehmen.» Im ersten Drittel hätten sich noch viele Ungenauigkeiten eingeschlichen. Die nächste Gelegenheit zur Verbesserung bietet sich den Thunern am kommenden Samstag auswärts beim EHC Arosa.

Gugelmann dazu: «Es wird sicher wieder ein hartes Spiel. Arosa ist eine sehr gute Mannschaft. Ich bin aber überzeugt, wenn wir so spielen wie heute im zweiten Drittel, werden wir auch in Arosa bestehen.»

Gewinnt der EHC Thun am Samstag in Arosa?

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