76 Tage vor den Wahlen im Kanton Bern hat SVP-Präsident Manfred Bühler die Parteimitglieder aufgerufen, bis zuletzt einen engagierten Wahlkampf zu führen und um jede Stimme zu kämpfen.
Manfred Bühler
Nationalrat Manfred Bühler, SVP BE - zvg

«Gender-Wahnsinn, Klima-Kommunismus, Umerziehungsprozesse, Steuererhöhungen - wer das nicht will, wählt SVP», rief Bühler am Montagabend den 181 Delegierten in Thun zu. Im Grossen Rat brauche es mehr SVP, und in der Regierung sei es wichtig, dass die bürgerliche Mehrheit erhalten bleibe.

In der jetzigen Zusammensetzung sei es gelungen, die Schuldenwirtschaft im Kanton Bern zu stoppen, sagte Bühler. Doch bleibe viel Arbeit, und die neuen Schulden aus der Corona-Krise müssten so rasch wie möglich getilgt werden.

Bühler warb für das bürgerliche Viererticket mit den beiden bisherigen SVP-Magistraten Pierre Alain Schnegg und Christoph Neuhaus. Den «arroganten Anspruch der SP auf drei Sitze in der Regierung» wies Bühler zurück.

Die Wahlen im Kanton Bern finden am 27. März statt. Bereits am 13. Februar entscheiden die Stimmberechtigten über eine ökologische Ausgestaltung der Motorfahrzeugsteuern. Die SVP hat das Referendum gegen die Vorlage ergriffen.

Einmal mehr werde versucht, die Autofahrerinnen und Autofahrer zu schröpfen, kritisierte Grossrat Thomas Knutti. Die Nein-Parole wurde einstimmig gefasst.

An der Delegiertenversammlung auf dem Thuner Messegelände galt die 2G-Regel. Zudem gab es eine Maskenpflicht ausser am Sitzplatz. Im Juli hatte die Delegiertenversammlung in Belp für Aufsehen gesorgt, weil die damals im Saal geltende Maskenpflicht nicht eingehalten wurde. Die Geschäftsführerin der bernischen SVP wurde mittels Strafbefehl verurteilt. Die Busse von 700 Franken zahlte die Partei.

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