FDP St.Gallen: Morgenstamm thematisiert Individualbesteuerung
Am Dienstag, 3. Februar 2026, fand der Morgenstamm der FDP St.Gallen statt. Lisa Vincenz Egger erklärte die Abstimmungsvorlage zur Individualbesteuerung.

Mit Fachwissen und Humor erklärte die Co-Präsidentin der FDP Frauen St.Gallen, Lisa Vincenz Egger, die Abstimmungsvorlage zur Individualbesteuerung.
Beim monatlichen FDP-Morgenstamm zeigte sie auf: Durch die Reform profitieren 86 Prozent aller Steuerpflichtigen und sie beendet nach knapp vierzig Jahren die verfassungswidrige Heiratsstrafe.
Co-Präsidentin befürwortet Abschaffung der Heiratsstrafe
Am Dienstag, dem 3. Februar, lud die FDP Stadt St.Gallen zum monatlichen Morgenstamm ein. Mitten in der Stadt, in der DenkBar, hörten rund ein Dutzend Interessierte Lisa Vincenz Eggers Erklärungen zur Individualbesteuerung, über welche die Schweiz am 8. März abstimmt, zu.
Die Co-Präsidentin der FDP Frauen St.Gallen ist eine Befürworterin erster Stunde für die Abschaffung der Heiratsstrafe und brachte viel Fachwissen, aber auch eine gute Prise Humor und Lockerheit an den Morgenstamm.
Eine Steuererklärung von der Wiege bis zur Bahre
«Eine Steuererklärung von der Wiege bis zur Bahre – unabhängig vom Zivilstand», so brachte Vincenz Egger das Kernprinzip der Individualbesteuerung auf den Punkt.
Die Rechtsanwältin zeigte auf, dass das Bundesgericht bereits 1984 die Heiratsstrafe als verfassungswidrig bezeichnet hatte. Nun, über 40 Jahre später, steht die Lösung zur Abstimmung: Das Bundesgesetz zur Individualbesteuerung schafft nicht nur die Heiratsstrafe ab, sondern setzt auch konkrete Arbeitsanreize, insbesondere für Frauen.
Die Fakten sprechen eine klare Sprache: 50 Prozent aller Steuerpflichtigen werden entlastet, für 36 Prozent ändert sich nichts. Lediglich 14 Prozent, vor allem Familien mit Einzelverdienenden und sehr hohen Einkommen ab 400'000 Franken, erfahren eine moderate Mehrbelastung.
Gleichzeitig setzt die Reform positive Arbeitsanreize, die zu einer stärkeren Aktivierung des inländischen Potenzials führen.
Faktencheck als Basis für eine angeregte Diskussion
Mit konkreten Beispielen entkräftete Vincenz Egger die Gegenargumente: Die befürchtete Mehrbelastung von 4000 Franken treffe nur auf 4 von 1531 möglichen Einkommenskonstellationen zu.
Bezüglich des oft erwähnten bürokratischen Mehraufwands entgegnete Vincenz Egger: «Wir sind nicht mehr im Zeitalter der Lochkarten», und verwies auf die reduzierte Komplexität für die Steuerbehörden.
Die anschliessende Diskussion zeigte: Die Teilnehmenden schätzen den sachlichen, faktenbasierten Zugang zum Thema.
Über den FDP-Morgenstamm
Die FDP Stadt St.Gallen lädt monatlich zum Morgenstamm ein, bei dem jeweils aktuelle politische und gesellschaftliche Fragen aus freisinniger Sicht beleuchtet und anschliessend offen diskutiert werden.
Diese öffentlichen Veranstaltungen stehen allen Interessierten ganz ohne Anmeldung offen. Der nächste Morgenstamm ist am 3. März in der DenkBar und beleuchtet mit Robert Stadler, dem Geschäftsführer des HEV Stadt St.Gallen, unter dem Titel «Zwischen Wachstum und Flächenknappheit» den Wohnstandort St.Gallen.










