Rorschach plant den Bau einer neuen Doppelturnhalle für den Schulkreis Pestalozzi. Am 10. April 2022 entscheiden die Stimmbürger über den Projektierungskredit.
Kornhaus Rorschach.
Kornhaus Rorschach. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Gemeinde Rohrschach berichtet, ist der Turnraum in Rorschach knapp, ganz besonders im Westen. Hier gibt es nur die alte Einfachturnhalle Pestalozzi. Mit dem Bau einer neuen Doppelturnhalle soll das Platzproblem im Schulkreis Pestalozzi gelöst werden. Der Projektierungskredit über 900'000 Franken ist im Budget 2022 enthalten. Der Geplante Bezugstermin ist Sommer 2026.

Der Schulkreis Pestalozzi ist mit 22 Klassen der grösste der drei Schulkreise in Rorschach, hat aber am wenigsten Turnraum. Ausweichmöglichkeiten gibt es keine. Aus diesem Grund findet ein Teil der Sportlektionen mittlerweile im Freien statt. Die Kindergärtler turnen teilweise in der Aula, die dadurch für ihren eigentlichen Zweck nicht zur Verfügung steht.

Es wird zukünftig mehr Klassen pro Jahrgang geben

Dass der Turnraum schon seit längerem nicht genügt, ist nur einer von mehreren Gründen, warum es eine neue Doppelturnhalle braucht. Das Schulraumentwicklungskonzept 2030, das in Arbeit ist, lässt bereits heute erkennen, dass es in den nächsten Jahren nicht mehr nur vier, sondern fünf Klassen pro Jahrgang geben wird.

Der Bedarf an Turnraum wird also noch grösser. Kommt dazu, dass die schulergänzende Tagesbetreuung im Schulkreis Pestalozzi heute schon fast aus den Nähten platzt. In den knapp eineinhalb Jahren seit der Einführung ist bereits eine hundertprozentige Auslastung erreicht worden.

Seit knapp 70 Jahren in Betrieb

Die bestehende Pestalozziturnhalle ist die älteste Halle in der Stadt und wurde in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in Betrieb genommen. Seither ist sie ohne grössere Unterhaltsarbeiten in Betrieb. Boden- und Wandbeläge, die Einrichtung, das Mobiliar, die Haustechnik, die technischen und die sanitären Anlagen sind veraltet. Entsprechend gross ist der Erneuerungs- und Investitionsbedarf. Eine Sanierung wäre wohl möglich, das grundsätzliche Problem, der Mangel an Turnraum nämlich, wäre damit aber nicht behoben.

Stadtrat entscheidet sich als Standort für das Pestalozziareal

Der Schulrat hat deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Unter dem Titel «Turnhallen-Ersatz Schulhaus Pestalozzi» haben «plan b architekten» aus Goldach vier Varianten geprüft. Varianten eins und zwei wären am Standort der bestehenden Turnhalle, Varianten drei und vier diagonal gegenüber an der Ecke Reitbahn- und Pestalozzistrasse. Die Studie zeigt, dass nur mit dem Bau einer Doppelturnhalle mit Tiefgarage und dem Umbau der bestehenden Turnhalle für die Tagesbetreuung sämtlichen Bedürfnissen Rechnung getragen würde. Der ideale Standort für einen Neubau ist im Südosten des Pestalozziareals, dort, wo jetzt die Parkplätze sind. Hier sollen für geschätzte 12 bis 14 Millionen Franken eine Doppelturnhalle und eine Tiefgarage mit 32 Plätzen entstehen.

Beim Stadtapéro vom 29. März 2022 wird über das Projekt diskutiert

Wie hoch die Kosten für den Umbau der bestehenden Turnhalle sind, lässt sich noch nicht abschätzen. Sie hängen wesentlich vom Zustand der Bausubstanz ab. Am Stadtapéro vom 29. März 2022 erhalten die Stimmbürger die Gelegenheit, vertieft über das Projekt Doppelturnhalle Pestalozzi zu diskutieren. An der Urnenabstimmung vom 10. April 2022 ist der Projektierungskredit von 900'000 Franken Teil des Budgets 2022. Mit der Zustimmung zum Budget sagt die Bürgerschaft auch Ja zum Projektierungskredit. In einem nächsten Schritt wird ein Projektwettbewerb ausgeschrieben. Geplanter Bezug der neuen Doppelturnhalle ist August 2026.

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