Wie die Geminde Pfäffikon mitteilt, wird geprüft, wie Fernwärme aus der Kehrichtverwertung Zürcher Oberland (KEZO) genutzt werden kann.
Pfäffiker Seequai am Pfäffikersee in der Gemeinde Pfäffikon (ZH).
Pfäffiker Seequai am Pfäffikersee in der Gemeinde Pfäffikon (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof

Im November 2021 hat die Stimmbevölkerung des Kantons Zürich die Revision des kantonalen Energiegesetzes angenommen. Das Gesetz verlangt unter anderem den Ersatz von Öl- und Gasheizungen am Ende ihrer Lebensdauer durch umweltfreundliche Heizlösungen.

Vor diesem Hintergrund prüfen die Zürcher Oberländer Gemeinden und Städte Bubikon, Dürnten, Hinwil, Pfäffikon, Rüti, Uster (vertreten durch Energie Uster) und Wetzikon zurzeit gemeinsam mit der KEZO Hinwil, ob und wie sie Fernwärme aus der Kehrichtverwertungsanlage künftig nutzen können. Das Projekt läuft zurzeit unter dem Arbeitstitel «Fernwärme Zürcher Oberland» und hat das Ziel, die Weichen für eine langfristige ökologische Wärmeversorgung in der Region zu stellen.

Der Zeitpunkt für ein solches Vorhaben ist nicht nur aufgrund des revidierten kantonalen Energiegesetzes optimal. Die Stimmberechtigten der Stadt Wetzikon befürworteten Ende 2020 eine Vorlage, mit welcher der Stadtrat beauftragt wurde, einen Umsetzungsvorschlag für die Fernwärmenutzung zu erarbeiten.

Parallel dazu plant die KEZO in ihrem Projekt «KEZO 2028» einen Ersatzneubau ihrer Anlage. Trotz der Reduktion ihrer Verbrennungskapazität wird die KEZO künftig in der Lage sein, deutlich mehr Fern- und Abwärme als heute zu liefern.

Machbarkeits- und Trägerschaftsstudie kurz vor Abschluss

Gemäss heutigem Planungsstand wird die KEZO als Lieferantin von Fernwärme zur Verfügung stehen, nicht aber als Betreiberin eines entsprechenden Versorgungsnetzes. Diese Aufgabe käme den Gemeinden und Städten zu – in welcher Form, wird zurzeit erarbeitet. Die Möglichkeiten reichen vom eigenständigen Bau und Betrieb eines Netzes bis hin zur Gründung einer neuen Trägerschaft, die sich im Besitz der Gemeinden befinden und diese Aufgabe übernehmen würde.

Gleichzeitig klärt eine Machbarkeitsstudie ab, wie hoch der Fernwärmebedarf in den Gemeinden ist, wie das Versorgungskonzept und dessen technische Machbarkeit aussehen können und wie Investitionskosten, Wirtschaftlichkeit und Tarifmodell ineinandergreifen. Ausserdem wird der Terminplan für den weiteren Verlauf des Projekts erarbeitet, abgestimmt auf den Zeitplan des Projekts «KEZO 2028».

Die Machbarkeits- und Trägerschaftsstudie werden demnächst abgeschlossen und anschliessend von den beteiligten Gemeinden und der KEZO Hinwil geprüft. Anschliessend wird die Bevölkerung voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2022 über den weiteren Verlauf des Projekts informiert.

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