SP Luzern will Antworten vom Regierungsrat zur Bildungsgerechtigkeit

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Bildungserfolg im Kanton Luzern hängt weiterhin stark von der sozialen Herkunft ab. SP-Kantonsrat Urban Sager setzt sich für mehr Chancengerechtigkeit ein.

Die Zentral- und Hochschulbibliothek beim Vögeligärtli in der Stadt Luzern.
Die Zentral- und Hochschulbibliothek beim Vögeligärtli in der Stadt Luzern. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Die jüngste Analyse von Lustat verdeutlicht, dass der Bildungserfolg im Kanton Luzern weiterhin massgeblich von der sozialen Herkunft, der Erstsprache und dem Bildungsstand der Eltern abhängt.

Angesichts dieser Befunde hat Kantonsrat Urban Sager eine Anfrage eingereicht, in der er vom Regierungsrat wissen will, mit welchen Massnahmen er die Chancengerechtigkeit im Luzerner Bildungssystem verbessern will.

Strukturelle Herausforderungen mit langfristigen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Die Lustat-Untersuchung zeigt auf, dass sich soziale Ungleichheiten entlang des gesamten Bildungswegs manifestieren: vom Übertritt in die Sekundarstufe I über den Abschluss der Sekundarstufe II bis hin zur Beteiligung an Weiterbildungen.

Besonders deutlich ist der Unterschied beim Übertritt ins Langzeitgymnasium, wo Kinder aus bildungsnahen Haushalten deutlich übervertreten sind. Die Ergebnisse haben eine hohe Relevanz für die Gesellschaft.

«Diese Befunde weisen auf strukturelle Herausforderungen hin, die nicht nur individuelle Lebenswege prägen, sondern auch langfristige Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, die soziale Integration und die Chancengerechtigkeit im Kanton Luzern haben», sagt Urban Sager, Kantonsrat und Mitglied der kantonalen Bildungskommission.

Handlungsbedarf, um das Bildungssystem gerechter zu getalten

In seiner Anfrage will Sager wissen, wie die Regierung die aktuelle Situation beurteilt und welche Strategien sie verfolgt, um bestehende Verzerrungen, insbesondere bei wichtigen Weichenstellungen wie dem Übertrittsverfahren zu reduzieren.

Er sieht Handlungsbedarf, um das Bildungssystem gerechter zu gestalten: «Vor dem Hintergrund dieser unbefriedigenden Befunde stellt sich die Frage, welche konkreten Massnahmen der Regierungsrat plant oder bereits ergreift, um diese Ungleichheiten zu reduzieren und die Chancengerechtigkeit im Luzerner Bildungssystem zu stärken.»

Weitere Massnahmen prüfen

Die Anfrage thematisiert zudem die Evaluation bestehender Unterstützungsprogramme sowie die Prüfung weiterer Massnahmen, wie etwa die Möglichkeit, eine Lehre auch Teilzeit zu absolvieren oder «Schnupperlehren für Eltern» einzuführen.

Darüber hinaus regt er die Stärkung des Case Managements in der Berufsbildung an und fordert einen erweiterten Zugang zu Brückenangeboten.

Ein systematisches Monitoring der sozialen Ungleichheiten soll künftig sicherstellen, dass die Wirksamkeit von Fördermassnahmen überprüft werden kann.

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