Eine Mutter (70) und ihr Sohn (33) sind wegen Gaunereien und Heiratsschwindel angeklagt worden. Sie sollen von ihren Opfern grosse Geldsummen erhalten haben.
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Das Logo der Kantonspolizei Luzern auf einer Polizei-Kleidung. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Luzerner Staatsanwaltschaft klagt ein betrügerisches Mutter-Sohn-Gespann an.
  • Die beiden sollen Männer mit Fake-Pornos und Fake-Liebesbekundungen abgezockt haben.
  • Sie sollen ihre Opfer so um mehrere Hunderttausend Franken erleichtert haben.

Die Staatsanwaltschaft Luzern hat eine Mutter und ihren Sohn wegen Heiratsschwindel und weiteren Gaunereien angeklagt. Sie fordert für die 70-Jährige und den 33-Jährigen eine Freiheitsstrafe von je 3,5 Jahren sowie Geldstrafen, wie sie am Donnerstag mitteilte.

Das Duo soll mit seinen Betrügereien mehrere Hunderttausend Franken eingenommen haben und sich damit einen luxuriösen Lebensstil finanziert haben. Präzisere Angaben zur Deliktsumme machte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage nicht. Sie stellte nach eigenen Angaben bei den Beschuldigten, die beide die Schweizer Nationalität haben, zwei Luxusautos, Uhren und Schmuck sicher.

Fake-Pornos und Fake-Liebe

In der Darstellung der Staatsanwaltschaft begannen die Beschuldigten 2016 damit, pornografisches Material zu verkaufen, das sie von einer kanadischen Website herunterluden.

Gegenüber den Käufern sollen die Mutter und ihr Sohn angegeben haben, sie seien die in den Sexszenen zu sehenden Frauen. Sie hätten damit die Kunden hinters Licht geführt und so mehrere hunderttausend Franken ergaunert, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das mutmassliche Betrügerduo soll sich aber auch als Herzensbrecher betätigt haben. Der Sohn habe sich mit Hilfe seiner Mutter gegenüber einem Mann als junge Frau ausgegeben, via WhatsApp dem Opfer eine Liebesbeziehung vorgegaukelt und ihm mehrere tausend Franken abgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Prozessstart noch offen

Mehrere Hunderttausend Franken soll die Mutter als Heiratsschwindlerin erbeutet haben. Sie habe Kontaktinserate geschaltet, um beziehungswillige Senioren auszunehmen.

Die Mutter und ihr Sohn wurden im Oktober 2018 verhaftet. Wann der Prozess vor dem Kriminalgericht stattfindet, ist noch offen. Für beide Beschuldigte gelte bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

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