Swiss-Mutter stoppt CityLine-Flüge
Die Lufthansa zieht bei ihrer Regionaltochter CityLine den Stecker. 27 Flugzeuge fallen weg, auch für die Swiss-Mutter wird die Lage enger.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Lufthansa legt den Flugbetrieb von CityLine vorläufig still.
- 27 Flugzeuge werden ab Samstag aus dem Programm genommen.
- Grund sind hohe Kosten und die anhaltenden Streiks.
- Zum Konzern gehören auch Swiss und Edelweiss.
Die Lufthansa verschärft ihren Sparkurs drastisch. Die Swiss-Mutter legt den Flugbetrieb ihrer Regionaltochter CityLine vorläufig still. Damit trifft die Krise nun einen weiteren Teil des Konzerns.
Wie unter anderem Reuters und deutsche Medien berichten, werden 27 Flugzeuge der CityLine ab Samstag aus dem Programm genommen. Hintergrund sind die hohen Kerosinkosten, die angespannte weltpolitische Lage und die fortgesetzten Streiks bei Lufthansa.
CityLine spielt im Lufthansa-System bisher eine wichtige Rolle. Die Tochter übernimmt vor allem Zubringerflüge nach Frankfurt und München und hilft so, die grossen Langstreckenjets zu füllen. Der Stopp trifft damit nicht nur die Tochter selbst, sondern das ganze Netzwerk des Konzerns.
Für die Swiss gibt es derzeit zwar keinen bestätigten direkten Flottenabbau. Der Schritt zeigt aber, wie stark der Druck innerhalb der Lufthansa-Gruppe inzwischen geworden ist. Zum Konzern gehören neben Lufthansa auch Swiss und Edelweiss.
Streiks verschärfen die Lage
Zuletzt hatten neue Streiks den Flugbetrieb bereits massiv belastet. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit rief für den 16. und 17. April zu Arbeitsniederlegungen bei Lufthansa und Lufthansa CityLine auf. Auch das Kabinenpersonal hatte den Druck zuletzt erhöht.
Laut Reuters baut Lufthansa gleichzeitig auch an anderer Stelle Kapazität ab. Neben den 27 CityLine-Flugzeugen sollen bis Ende des Sommerflugplans vier ältere Airbus A340-600 aus der Hauptflotte verschwinden. Im Winter 2026/27 sollen zudem fünf weitere Kurz- und Mittelstreckenjets wegfallen.














