Junge Grüne LU: Diese zwei Frauen wollen 2027 in den Regierungsrat
Maline Zimmermann und Liv Kloth kandidieren für die Regierungsratskandidatur 2027. Am 13. August entscheidet die Nominationsversammlung der junggrünen Partei.

Die Jungen Grünen Kanton Luzern gaben am Montag, 29. Juni 2026, die beiden Personen, welche intern für die junggrüne Regierungsratskandidatur antreten, in einem Interview von «KrassPolitic» des Radiosenders 3Fach bekannt.
Bei der Nominationsversammlung am 13. August werden die Jungen Grünen Kanton Luzern zwischen zwei Mitgliedern wählen dürfen.
Maline Zimmermann (24) und Liv Kloth (29) stellen sich vor
Im Interview mit Celine Furrer und Ronja Fuchs des Radio 3Fach stellen sich die beiden Kandidatinnen vor.
Maline Zimmermann (24) ist Einwohnerrätin für die Junge L20 in Horw und vertritt ihre Fraktion dort in der Bau- und Verkehrskommission. Auch ist sie ehemaliges Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern. Sie absolviert momentan ihren Master in Elektrotechnik an der ETH Zürich.
Auch Liv Kloth (20) ist bei den Jungen Grünen äusserst aktiv. Nebst ihrer momentanen Arbeit im Vorstand der Jungen Grünen Kanton Luzern ist sie auf nationaler Ebene in der Arbeitsgruppe für Tierrecht aktiv. Sie studiert Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich.
Auch junge Menschen bringen die nötigen Kompetenzen mit
Im Live-Gespräch mit Radio 3FACH gaben die beiden preis, was sie am Regierungsratsamt reizt.
Maline Zimmermann erklärte, wieso man auch als Jungpartei und trotz begrenzter Wahlchancen kandidieren soll: «Nur weil in der Vergangenheit niemand gewählt worden ist, heisst das nicht, dass junge Leute dieses Amt nicht übernehmen können.».Sie sei überzeugt, dass auch junge Menschen die nötigen Kompetenzen mitbringen.
Liv Kloth pflichtet ihr bei, eine Kandidatur müsse auch nicht unbedingt zu einer Wahl führen. Es gehe auch darum, der Bevölkerung eine Auswahl zu präsentieren und seine Standpunkte in den Diskurs einzubringen: «Eine Regierungsratskandidatur ist für uns auch eine gute Plattform, um linke Anliegen der breiten Bevölkerung darzubieten», so Kloth.
Beide Kandidatinnen setzen sich für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit ein
Die beiden Kandidatinnen repräsentieren die Anliegen der Jungen Grünen Kanton Luzern sehr gut.
«Beide Kandidatinnen kämpfen für Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit – und zeigen mit ihrem Aktivismus, dass echte Veränderung möglich ist», so Nadja Carver, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern.
«Junge Menschen engagieren sich in Vereinen und Organisationen und tragen täglich zur Gesellschaft bei. Und dennoch: Obwohl unter 30-Jährige über 30 Prozent der Luzerner Bevölkerung ausmachen, sind sie im Regierungsrat nicht vertreten, dessen Altersdurchschnitt bei 50 liegt. Es ist Zeit, das zu ändern», erklärt Carver weiter.
Regierungs- und Kantonsratsarbeit besser vereinbaren mit Beruf, Familie und Studium
Umso mehr war die Wahlleitung erfreut, als sich Gespräche mit vier interessierten Personen ergaben. «Wir waren positiv überrascht, wie viel Resonanz unser Aufruf zur Kandidatur mit sich brachte und dass sich so viele Interessierte meldeten», meint Alina Wiget, Co-Wahlleitung der Jungen Grünen Kanton Luzern.
«Leider ist das Amt als Regierungsrat, aber auch als Kantonsrat, noch immer mit vielen Lebenssituationen nicht vereinbar – von Studium über irreguläre Arbeitszeiten bis zu Elternschaft – was den Pool von möglichen Kandidierenden deutlich einschränkt. Dies war auch bei uns spürbar, weshalb sich nicht alle Interessierten für eine Kandidatur entschieden haben.»
Deshalb fordern die Jungen Grünen Kanton Luzern eine klare Überarbeitung der Ausgestaltung der Regierungs- und Kantonsratsarbeit, hin zu einer besseren Vereinbarkeit mit Beruf, Familie und Studium.
Nominationsversammlung am 13. August
Am 13. August werden die Mitglieder der Jungen Grünen Kanton Luzern an ihrer öffentlichen Nominationsversammlung nun über ihre Regierungsratskandidatur entscheiden dürfen, und es wird spannend, schliesslich sind auch Spontankandidaturen jederzeit erlaubt.
Die Wahlgruppe der Jungen Grünen Kanton Luzern freut sich auf die Nomination, Gian Gabriel, Mitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern meint hierzu: «Wir haben zwei starke Kandidierende, welche beide eine extreme Bereicherung für den Regierungsrat darstellen würden. Junge Personen und Finta* müssen gehört werden und Gehör erhalten – auch in den obersten Gremien des Kantons.»










