Grüne fordern Schutzhunde gegen den Wolf im Jurabogen

Keystone-SDA
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Neuchâtel,

Die Grünen des Jurabogens fordern angesichts der Rückkehr des Wolfs eine koordinierte Strategie zum Schutz der Herden. Die Kantone sollen sich zusammenschliessen, um ein Zucht- und Trainingsprogramm für Schutzhunde zu entwickeln, wie die Grünen am Montag bekanntgaben.

Wolf
Die Grünen wollen Schutzhunde zum Herdenschutz vor dem Wolf im Jura. - keystone

Das Programm soll an die regionalen Besonderheiten angepasst werden. Die für die Alpen konzipierte Herdenschutzpolitik des Bundes lasse sich nämlich nicht einfach auf den Jurabogen übertragen. „In dieser Region bestehen die Herden überwiegend aus Rindern, die Weiden sind offener und die Betriebe liegen näher an Wohngebieten, Strassen und Wanderwegen“, erklärte Nationalrätin Clarence Chollet (Grüne/NE) in Neuenburg vor den Medien.

In den kommenden Monaten wollen die Grünen in den Kantonen Waadt, Neuenburg Genf, Jura, Bern, Basel-Landschaft und möglicherweise auch Solothurn Postulate einreichen. Die vom Bundesrat abgelehnte Motion von Clarence Chollet dürfte innerhalb der nächsten anderthalb Jahre vom Parlament behandelt werden.

Ihr Ziel ist, die Tierhaltung auf ein nachhaltiges Zusammenleben mit Grossraubtieren vorbereiten. „Es gibt noch Vorbehalte seitens der Tierhalter, und der Wandel vollzieht sich nur langsam, aber die Akzeptanz für das Zusammenleben nimmt zu“, erklärte die Waadtländer Grossrätin Martine Gerber, die selbst Tierhalterin ist.

„Der Jurabogen ist fast so gross wie der Kanton Wallis und erstreckt sich über zahlreiche Kantone von Basel bis Genf. Der Wolf jedoch kennt keine Grenzen. Eine interkantonale Lösung würde es ermöglichen, die finanziellen Kosten und den Personalaufwand zu begrenzen“, erklärte die jurassische Kantonsparlamentarierin Sonia Burri-Schmassmann.

Für die Grünen sind Schutzhunde ein anerkanntes Mittel, um Wolfsangriffe zu reduzieren, sofern sie richtig ausgewählt, ausgebildet und betreut werden. „Seit dem Rückzug des Bundes aus dem nationalen Zuchtprogramm stehen die Kantone jedoch an vorderster Front, um die Verfügbarkeit von Hunden zu gewährleisten, die den Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen entsprechen“, sagte Chollet.

Kommentare

User #2143 (nicht angemeldet)

Die Grünen fordern wieder einmal etwas, wie immer nichts neues und muss demzufolge auch nicht so Ernst genommen werden.

User #2284 (nicht angemeldet)

Aber der schlaue Wolf überlistet die Hunde so wie er jeden Hag überwinden kann Die Hunde in einem Wandergebiet auch nicht beliebt Am besten Älpler und Bauern nehmen regulierung selber in die Hand das hat vor 100 jahren schon funktioniert

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