Grüne wollen künftig in der Luzerner Regierung mitreden
Die Grüne Kanton Luzern steigen mit Regierungsrats-Ambitionen in den Wahlkampf. Vier potenzielle Kandidierende stehen für die Nomination im August bereit.

Für einen nachhaltigeren und gerechteren Kanton Luzern ist eine Beteiligung der Grünen in der Luzerner Regierung unerlässlich. Nach zahlreichen Gesprächen ist die Partei erfreut, mit vier kompetenten Personen vertiefte Gespräche über die Regierungskandidatur zu führen.
Das Engagement der Grünen Kanton Luzern für einen zukunftsgerichteten, ökologischen und sozialen Kanton ist wichtiger denn je. Ein ausgebauter ÖV, sichere Velonetze, genügend Wohnungen, die sich alle leisten können, oder konsequente Gleichstellung – für einen Kanton Luzern, der für alle funktioniert, braucht es die Grünen in der Exekutive.
Deshalb wollen sie Verantwortung übernehmen und werden bei den kommenden Wahlen eine Kandidatur für den Regierungsrat stellen.
Vier Kandidierende in vertieften Gesprächen
Die kantonale Wahlgruppe hat in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche mit unterschiedlichen Personen geführt. Die grosse Zahl kompetenter und engagierter Persönlichkeiten innerhalb der Partei bestärkt die Grünen in ihrem Anspruch, künftig Teil der Luzerner Regierung zu sein.
Nach diesen Abklärungen werden mit vier interessierten Personen vertiefte Gespräche geführt: Co-Präsidentin und aktuelle Einwohnerratspräsidentin von Kriens Zita Bucher, Kantonsrat und Fraktionschef Samuel Zbinden, Kantonsrätin und Co-Geschäftsleiterin der Digitalen Gesellschaft Schweiz Rahel Estermann sowie Alt-Kantonsrat und heutiger Vorsteher des Krienser Umweltdepartements Maurus Frey.
Die Wahlgruppe wird dem kantonalen Vorstand einen Vorschlag für die Nomination unterbreiten. Über die definitive Kandidatur entscheiden schliesslich die Mitglieder der Grünen Kanton Luzern. Die Nomination wird voraussichtlich Ende August stattfinden.
Unabhängig vom Ausgang dieses Prozesses freuen sich die Grünen über die breite Auswahl an qualifizierten und erfahrenen Persönlichkeiten und sind überzeugt, mit dieser Ausgangslage einen engagierten und starken Wahlkampf führen zu können.
Zu den Personen
Zita Bucher ist Dozentin an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz. Aktuell hält sie das Amt der Einwohnerratspräsidentin in Kriens inne, dem sie seit 2022 angehört. Sie ist zudem seit 2024 Co-Präsidentin der Grünen Kanton Luzern. «Wir wollen unsere Verantwortung wahrnehmen und den Kanton Luzern mitgestalten. Eine Grüne Persönlichkeit im Regierungsrat führt zu einer breiteren Repräsentation der Bevölkerung.»
Samuel Zbinden wurde 2019 mit 20 Jahren in den Kantonsrat gewählt. Seit zwei Jahren leitet er als Fraktionspräsident die Grüne Fraktion. Zbinden arbeitet aktuell als Kampagnenleiter und Kommunikationsverantwortlicher beim Verein Klimaschutz Schweiz.
«In den letzten Jahren durfte ich eine Stimme der jungen Generation im Kantonsrat einbringen. Nach vielen Erfahrungen, die ich in den letzten sieben Jahren sammeln durfte, würde es mich reizen, diese Perspektive auch im Regierungsrat einzubringen.»
Kandidierende: Rahel Estermann und Maurus Frey
Rahel Estermann ist seit 2025 Co-Geschäftsleiterin bei der Digitalen Gesellschaft Schweiz, nachdem sie als Generalsekretärin der Grünen Schweiz tätig war. Sie ist Fachhochschulrätin der HSLU. Seit 2018 ist sie Kantonsrätin und war für zwei Jahre Co-Fraktionschefin. «Mehr Velowege, mehr Gleichberechtigung für alle Geschlechter, mehr bezahlbare Wohnungen – das machen wir Grünen in Luzern möglich.»
Maurus Frey ist seit 2020 Krienser Stadtrat und steht dort dem Umweltdepartement vor. Zuvor war er von 2008 bis 2013 Einwohnerrat in Kriens, 2019 wurde er in den Kantonsrat gewählt, dem er bis 2022 angehörte. Ausserdem war Maurus Frey von 2015 bis 2020 im Präsidium der Grünen Kanton Luzern.
«Ein Kanton für alle! Wir Luzerner sind spannend, vielseitig, unterschiedlich. Die Chancen sollen für uns alle aber die gleichen sein: Egal ob es um den Zugang zu Bildung, zahlbare Wohnungen, die Unterstützung von Familien oder andere Lebensbereiche geht. Dafür möchte ich mich als Grüner Regierungsrat einsetzen.»










