Griffiger Gegenvorschlag – Grüne ziehen Wohnrauminitiative zurück
In Luzern ist der Wohnraum knapp. Darauf reagierte die Wohninitiative der Grünen. Zugunsten eines griffigen Gegenvorschlags ziehen die Grünen diese nun zurück.

Wohnraum ist in Luzern knapp – insbesondere für Familien und Menschen mit kleineren Einkommen.
Die Mietpreise steigen kontinuierlich, die Leerwohnungsziffer verharrt auf tiefem Niveau. Bevölkerungsumfragen bestätigen, dass dies für viele Luzerner zu den drängendsten Problemen gehört.
Um mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, haben die Grünen und Jungen Grünen im April 2024 eine Initiative eingereicht, die eine aktive städtische Bodenpolitik verlangt.
Gegenvorschlag der Stadt stösst auf deutliche Zustimmung im Grossen Stadtrat
Der Stadtrat hat einen Gegenvorschlag ausgearbeitet, der im Grossen Stadtrat auf deutliche Zustimmung gestossen ist.
Der Gegenvorschlag sieht vor, den Anteil gemeinnütziger Wohnungen in der Stadt Luzern bis 2048 auf 18 Prozent zu erhöhen. Dazu soll eine mit 70 Millionen Franken dotierte Stiftung gegründet werden, die als gemeinnütziger Wohnbauträger aktiv Wohnraum schaffen kann.
Ergänzend soll die Stadt eine aktive Bodenpolitik betreiben, um sich langfristig Handlungsspielraum zu sichern, und gemeinnützige Wohnbauträger mit Darlehen unterstützen.
Im Vergleich zur Initiative ist die direkte Rolle der Stadt bescheidener – das Vorgehen dafür breiter abgestützt.
Initianten ziehen Initiative zurück und setzen sich für Gegenvorschlag ein
Die Initianten halten daran fest, dass die Stadt eine wichtige und aktive Rolle spielen muss.
Sie sind aber überzeugt, dass die im Gegenvorschlag vorgesehenen Massnahmen einen relevanten Beitrag zu mehr bezahlbarem Wohnraum leisten und nach einer Annahme rasch umgesetzt werden können.
Die Initianten haben deshalb entschieden, ihre Initiative zurückzuziehen und sich mit vollem Einsatz für den Gegenvorschlag einzusetzen. Für mehr bezahlbaren Wohnraum – für eine lebenswerte Stadt für alle.










