Die erste Frauenmannschaft des FC Küsnacht verwandelte den Heslibach durch den 8:1-Sieg gegen FC Hausen und der anschliessenden Aufstiegsfeier in ein Tollhaus.
Fussball Frauen FC Küsnacht
Partystimmung auf dem Heslibach. Das Team feiert den Aufstieg. - FC Küsnacht

Mit einer furiosen Leistung im letzten Heimspiel hat sich die erste Frauenmannschaft die hochverdiente Krone eines 3.-Liga-Gruppensiegers und Aufsteigers aufgesetzt. Vor einer eines Aufsteigers würdigen Kulisse mit mehr als 100 Zuschauern auf dem Heslibach überfuhr die erste Frauenmannschaft des FC Küsnacht den FC Hausen gleich mit 8:1.

Mit der Gewissheit, den Aufstieg in die 2. Liga bereits geschafft zu haben, spielten die Küsnachterinnen von der ersten Sekunde an mit viel Tempo auf das Tor des Gegners. Bereits in der zweiten Minute wurde Bea da Silva im Strafraum regelwidrig angegangen; den fälligen Elfmeter versenkte Valentina Balsarini routiniert und souverän mit einem Schuss in die linke hohe Ecke.

Zwei Zeigerumdrehungen später spielte Giulia Mazzola einen gefühlvollen Pass auf Nadine Kamer, welche den Ball schnörkel- und humorlos über die Linie drückte. Ein solches Startfurioso gegen den Tabellendritten hatte wahrscheinlich niemand erwartet.

Fans pushten das Team

Die Fans zogen begeistert mit und die grossartigen Stimmungsmacher aus dem Aktiv- und Juniorenfussball pushten das Heimteam zum Schaulaufen. In der 22. Minute drosch Nadine Kamer einen Eckball an den Pfosten und Captain Nicci Erne profitierte vom Abpraller und erzielte ihr obligates Kopftor.

Kurz darauf liess sich die Küsnachter Hintermannschaft zum ersten und einzigen Mal in diesem Spiel erwischen. Die Verteidigung liess dem Gegner zu viel Raum und mit einem satten Schuss aus zehn Metern traf der Gegner ins rechte Eck. Noch vor der Pause dann der Giulia Mazzola Solotanz.

Sie lief in ihrer unnachahmlichen Art allen davon und umspielte auch noch den Torhüter. 4:1 für die Hausherrinnen. Wer nun gedacht hatte, dass sich der FCK mit dem komfortablen Vorsprung zufrieden zeigte, wurde eines Besseren belehrt.

Tore im Minutentakt

Mit der Unterstützung des aufgeheizten Heimpublikums powerten die Küsnachterinnen weiter und erarbeiteten sich Torchancen im Minutentakt. Für die zweite Halbzeit hatte der Trainer die Stammtorhüterin Svenja Zuber in den Sturm beordert und das sollte sich bezahlt machen.

Nach fünf Minuten erzielte sie das 5:1, kurz darauf mit einem Solo nach Pass von Fabiola Guatelli das 6:1 und in der 82. Minute machte Svenja Zuber den Hattrick perfekt und stellt auf das Schlussresultat von 8:1. Lilia Rüegg war es vorenthalten, das 7:1 und gleichzeitig das 100. Tor in der laufenden Meisterschaft zu erzielen.

Ein Spiel vor Saisonende bleibt der FC Küsnacht ungeschlagen mit einer selten zu sehenden Dominanz. Bei der anschliessenden Feier spürte männiglich, dass die Ambitionen der Küsnachterinnen noch nicht gestillt sind, oder wie es so schön auf den Meistershirts stand: «Aufstieg in die 2. Liga: Wir sind gekommen, um zu bleiben.»

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