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    Köniz BE: Klassentrakt im Oberstufenzentrum ist saniert

    Gemeinde Köniz
    Gemeinde Köniz

    Köniz,

    In Köniz BE beziehen Lehrpersonen und Schüler:innen Ende Oktober den sanierten Klassentrakt des Oberstufenzentrums.

    Köniz BE
    Die Gemeindeverwaltung in Köniz (Symbolbild) - Nau.ch

    Zeiten und Räume ändern sich. Die Ansprüche an den Schulraum verändern sich aufgrund von Schülerzahlen, Unterrichtsmethoden aber auch Sicherheits- und Nachhaltigkeitsstandards. Vor diesem Hintergrund eröffnet die Gemeinde in Oberwangen eine neue Basisstufe und nimmt ein saniertes Schulhaus im Oberstufenzentrum Köniz (OZK) in Betrieb.

    Ende Oktober, ist es endlich soweit: Lehrpersonen und Schülerinnen und Schüler können den frisch sanierten Klassentrakt im OZK beziehen. An der öffentlichen Führung im September gaben die Architekten Andi Plüss und Adrian Habegger von W2H zusammen mit Verteterinnen und Vertetern der Gemeinde Einblick und Auskunft. Neugierige Schülerinnen und Schüler, Lehrpersonen und interessierte Personen aus der Bevölkerung waren vor Ort.

    Sicherheit im Schulraum

    Der sogenannte neue Klassentrakt des OZK wurde 1971 erbaut. Seine Sanierung startete im Februar 2025 und ist nun nach 18 Monaten Umbau abgeschlossen. Ins Auge sticht zuerst der neue Fluchttreppenturm ausserhalb des Gebäudes.

    Er steht für ein zentrales Thema der Sanierung: den Brandschutz. Auch die Eingänge wurden an die neusten Brandschutzvorgaben angepasst. Im offenen Treppenhaus wurden die Geländer erhöht.

    Daneben wurde ein Lift eingebaut für hindernisfreien Zugang zu allen Etagen.

    Nachhaltiges Sanieren

    «Den alten Klinkerboden gab es bereits zu meiner Schulzeit,» sagt ein Mann, der das Gebäude besichtigt. Architekt Andi Plüss erklärt, dass man möglichst viel der vorhandenen Bausubstanz erhalten wollte. Im Innenbereich zum Beispiel auch einen Grossteil der bestehenden Holztüren.

    Auch in der Sichtbetonfassade stecke viel Energie drin, es mache Sinn diese zu erhalten. «Ein schönes Zeichen an die Jugend», findet eine Besucherin. «Es muss nicht alles neu sein.»

    Design und Akustik

    Vom Eingangsbereich über die Flure mit Spinden bis ins einzelne Klassenzimmer präsentiert sich das sanierte Schulhaus schlicht und modern in dezenten Farbtönen. «Die Schülerinnen und Schüler sollen diese Räume auch selbst beleben können,» sagt der Architekt. Die neuen Akustikdecken sorgen auch im Treppenhaus dafür, dass bei aller Lebendigkeit kein zu grosser Lärmpegel entsteht.

    Gruppenräume und grosse Küche

    Die Anforderungen an die Räume erarbeitete die Gemeinde zusammen mit der Schulleitung. Ein wichtiges Anliegen waren der Einbau von Gruppenräumen und mehr Küchenplätzen. Neu gibt es für 18 Klassen entsprechende Räumlichkeiten mit durchdachtem Stausystem und eine doppelt so grosse Schulküche.

    Damit auch die Bedürfnisse des Schulalltags in die Planung einflossen, gründete Schulleiter Matthias Hügli gemeinsam mit einem Teil der Lehrerschaft eine Arbeitsgruppe. Sie brachte die Anliegen der Schule ein und koordinierte den Umzug.

    Verbesserter Energie-Standard

    Die Schulküche befindet sich neu im dritten Stock. Die Leitungen für die Lüftungen führen direkt aufs Dach und sorgen für einen schnellen Abzug der Küchengerüche. Auf dem Dach sammelt ausserdem eine Photovoltaikanlage Sonnenlicht für den Strom-Eigenbedarf.

    Fürs Heizen ist das Schulhaus an die Fernwärme angeschlossen und die Fensterfronten wurden aus energetischen Gründen neu gemacht.

    Provisorium bleibt

    Während sich die einen Schülerinnen und Schüler bereits an neuen Räumen erfreuen können, steht den anderen ein Umbau noch bevor. Der alte Klassentrakt stammt aus dem Jahr 1923 und wird nun anschliessend bis voraussichtlich 2029 mit Aula und Aussenraum gesamtsaniert. Aus diesem Grund bleibt das Provisorium mit den Schulcontainern noch bestehen.

    Neue Basisstufe in Oberwangen

    Über mehr Platz auf dem Schulhof freut sich die Schulleitung von Oberwangen. Die Basisstufe in der benachbarten ehemaligen Schreinerei ist nun fertiggestellt. Nach den Herbstferien ziehen die Schulkinder ein.

    «Das Provisorium war sehr wertvoll im letzten Jahr, aber jetzt freuen wir uns über diese schöne neue Basisstufe. Sie ist gross und hat einen guten Zugang zum Gelände,» sagen die Schulleiterinnen Claudine Magdeleine und Ruth von Kaenel.

    Schlüsselübergabe

    Kurz vor Schulstart überreicht die Gemeinde Köniz der Schule Oberwangen symbolisch den Schlüssel zur neuen Basisstufe. Hier finden 25 Kinder Platz. Es gibt einen offenen Garderobenbereich, einen grossen Spielbereich, aber auch Gruppen- und Lernräume für stilles Arbeiten.

    Augenfällig sind der offene Dachbereich und Rückzugsort auf dem Hochboden über den Nasszellen.

    Wirkung des Generationenwechsels

    2021 wurde das Schulhaus Oberwangen saniert. Kurz darauf erlebte Oberwangen durch Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger, insbesondere Familien, einen spürbaren Generationenwechsel und die Schülerzahlen stiegen an. Die Gemeinde kaufte die benachbarte Schreinerei für zusätzlichen Schulraum.

    Durch diesen Kauf hat die Schule auch mehr Platz für Grünflächen und einen Spielplatz erhalten. Die Umgebungsgestaltung beginnt im Frühjahr 2027.

    In der alten Schreinerei

    Die Schreinerei wurde komplett entkernt, das Aussenfachwerk stehen gelassen. Die Tragbalken mussten jedoch wegen Insektenbefall ersetzt werden. Das führte zu Verzögerungen.

    Damit das Gebäude dem Minergie-Standard entspricht, wurde es gedämmt, mit neuen Fenstern versehen und mit der Pelletheizung im Hauptschulhaus verbunden. Vom Dach wird über eine Photovoltaikanlage Strom ins Netz gespiesen und auch selbst verbraucht. Die neue Basisstufe funktioniert eigenständig vom angebauten privaten Wohnhaus.

    Die Planung und Bauzeit von Schulgebäuden brauchen Zeit. Umso grösser ist jetzt die Freude von Schülerinnen und Schülern und Lehrerschaft, wenn die neuen Räume bezogen werden können.

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