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FC Breitenrain Frauen: Kein Sieger im siebten Direktduell

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Bern,

Der FC Breitenrain Frauen startete am Samstag auswärts in Interlaken in die neue Saison – am Ende trennten sich die Teams mit 2:2.

Interlaken
Neuzugang Jasmine Imboden brachte Breitenrain mit einem satten Flachschuss in Führung. - zVg

Das Spiel zwischen Interlaken und Breitenrain begann fulminant, um später abzuflachen, bevor es gegen Ende noch einmal unterhaltsamer wurde. Sehr ähnlich war Breitenrains Leistung: Gerade zu Beginn spielten die Stadtbernerinnen stark, waren bis zur Pause das bessere Team, um das Spiel nach dem Seitenwechsel aus der Hand zu geben und sich erst gegen Ende der Partie nochmals zu steigern.

«Breitsch» musste in Interlaken auf einem äusserst kleinen Kunstrasen und gegen einen physisch starken Gegner antreten, was den eigenen Stärken – dem schnellen Kombinationsspiel und dem sorgfältigen Spielaufbau von hinten raus – nicht unbedingt entgegenkam. Trotzdem kombinierten die Gäste zu Beginn der Partie sehr gut, oft war der Ball nach nur einer Ballberührung bereits bei der nächsten Spielerin. Breitenrain spielte konsequent hinten raus, ohne die Bälle einfach mal lang zu schlagen.

Aus dieser Spielweise resultierten zwar einerseits schöne Spielzüge, andererseits aber auch zahlreiche und teils gefährliche Fehlpässe.

Nach dreizehn Minuten war Breitenrain durch einen noch abgefälschten Schuss von Sara Motta aus spitzem Winkel in Führung gegangen. Nur fünf Minuten später stand jedoch ein fataler Fehlpass am Ursprung des Interlakener Ausgleichs durch Angela Rüegsegger. Breitenrain reagierte prompt, keine Minute war vergangen, als Neuzugang Jasmine Imboden von Naomi Oesch im gegnerischen Strafraum angespielt wurde, den Ball einmal annahm und ihn mit der zweiten Berührung und einem satten Flachschuss in die weite Ecke zur abermaligen Führung versenkte.

Es war die unterhaltsamste Phase des Spiels und die Phase, in der Breitenrain das Spiel aufgrund seiner anfänglichen Überlegenheit hätte entscheiden können. Sara Motta scheiterte jedoch mit einem Schuss aus dreizehn Metern an Yvonne Blatter. Und Blatter blieb auch Siegerin, als Jasmine Imboden nur eine Minute später mutterseelenallein aufs Tor ziehen konnte.

Mit der Auswechslung von Zoe Müller zur Pause verlor Breitenrain die Kontrolle über das Spiel. Müller hatte in ihrem ersten Pflichtspiel für Breitenrain im zentralen Mittelfeld zusammen mit Ilaria Castignetti die Fäden gezogen – und das bravourös gemacht. Castignetti lieferte zwar über die ganze Partie eine hervorragende Leistung, doch ohne Müllers Präsenz, Ballsicherheit und Übersicht gewann Interlaken trotzdem die Oberhand im Mittelfeld – und damit im Spiel.

Und es kam, wie es aufgrund des Spielverlaufs kommen musste: Nach einem weiteren groben Bock in Breitenrains Abwehr glich Anna-Lisa Zwald das Spiel nach rund einer Stunde aus.

In der Folge geschah nicht mehr viel, die Teams neutralisierten sich gegenseitig, ohne für echte Torgefahr zu sorgen. Einmal noch musste Jana Weber für Breitenrain retten, einmal noch Blatter gegen Selvaratnam für Interlaken, dann war die Punkteteilung besiegelt. Es ist eine Punkteteilung, die in Ordnung geht, auch wenn Breitenrain vor allem aufgrund der ersten halben Stunde insgesamt doppelt so viele Torabschlüsse hatte.

Eine Halbzeit lang war Breitenrain spielbestimmend, eine tendenziell Interlaken. Zoe Müller meinte nach der Partie: «Wir haben stark kombiniert und kamen dadurch zu guten Torchancen, auch wenn es am Ende nicht für den Sieg gereicht hat. Aber diesen Punkt nehmen wir gerne mit.»

Insgesamt hinterliess Breitenrain im ersten Saisonspiel einen zwiespältigen Eindruck. Zwar hatte man vor der Pause gezeigt, wie stark man spielerisch grundsätzlich ist, andererseits leistete man sich defensiv zu viele Aussetzer und war offensiv zu wenig effizient, um solche Spiele souverän gewinnen zu können. Jasmine Imboden sagte nach dem Schlusspfiff: «Wir haben heute über weite Strecken dominiert und mit starken und kreativen Ballstafetten viele gute Ansätze gezeigt. Leider hat uns vorne noch etwas die Effizienz gefehlt und wir wurden bei zwei Kontern bestraft. Wir nehmen jedoch das Positive mit und wollen genau daran anknüpfen.»

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Kommentare

User #1045 (nicht angemeldet)

⚽ Fussball ist mit Abstand der langweiligste Lölisport den ich kenne 🤮!!

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