FC Breitenrain

FC Breitenrain Frauen: Schritt für Schritt nach oben

FC Breitenrain
FC Breitenrain

Bern,

Der FC Breitenrain startet am Samstag auswärts in Interlaken in seine zweite 2.-Liga-Saison. Das Kader ist breiter – der Aufstieg bleibt das Ziel.

Bern
Maddalena Corazza, Anina Iseli und Zoe Müller. - FC Breitenrain

Der FC Breitenrain Frauen startet nächsten Samstag mit einem Auswärtsspiel gegen das Frauenteam Oberland Ost (Interlaken) in die zweite Saison in der 2. Liga. Das Kader ist breiter geworden, die Qualität noch höher, weshalb man auch in der neuen Saison ganz oben mitspielen möchte.

Die erste Saison in der 2. Liga gelang Breitenrain so, wie man sich das vorgestellt hatte. Einen Platz in den Top 3 hatte man im letzten Sommer als Saisonziel rausgegeben – Platz 3 wurde es dann auch. Vor Breitenrain lagen nur die zweite Mannschaft des FC Thun Berner Oberland und der FC Courrendlin-Courroux, sechs Punkte betrug der Rückstand auf den ersten Platz Ende Saison.

Thun spielt in der neuen Saison nicht mehr in der 2. Liga, sondern wurde aufgelöst und befindet sich im Neuaufbau zu einem U-20-Team, Courrendlin-Courroux durfte als Zweitplatzierter deshalb aufsteigen.

Kein Wunder also, hegt der FC Breitenrain Frauen gewisse Ambitionen für die neue Saison, ohne sich dabei allerdings selbst zu sehr unter Druck setzen zu wollen. Assistenztrainer Kevin Kunz sagt vor Saisonbeginn: «Ich habe einen sehr guten Eindruck unseres Teams. Wir haben zwar die eine oder andere Spielerin verloren, konnten aber gute Neuzuzüge machen, gerade auch junge, talentierte Spielerinnen, sodass wir in der Breite auf jeden Fall nochmals stärker geworden sind.»

Und Trainerin Sonja Lundsgaard-Hansen ergänzt: «Wir wurden letzte Saison Dritter, wie wir das wollten, die zwei besten Teams sind nicht mehr in der Liga dabei, weshalb wir in dieser Saison – das ist ja angesichts der Ausgangslage naheliegend – eine noch bessere Platzierung erreichen möchten als letztes Jahr.»

In einem Punkt ist sich das ganze Team, Staff und Spielerinnen, einig: Den Berner Cup will man dieses Jahr unbedingt zum dritten Mal gewinnen. Doch ist in der Liga zugleich auch der Aufstieg das Ziel? «Über kurz oder lang ist dies das Ziel, ja, sowohl mein persönliches als auch das des Vereins», sagt Sonja Lundsgaard-Hansen.

Und sie ergänzt: «Wenn wir bei unserer Qualität nicht wenigstens mit einem Auge auf den Aufstieg schielen würden, wäre das fast schon merkwürdig. Wenn es dieses Jahr aber noch nicht klappt, ist das auch kein Weltuntergang.» Und Kevin Kunz meint: «Ganz konkret haben wir teamintern noch nicht über einen allfälligen Aufstieg gesprochen. Wir nehmen erst einmal Spiel für Spiel, wollen möglichst oft gewinnen und können uns dann im Winter ernsthaft mit dem Thema befassen, wenn der Aufstieg zu diesem Zeitpunkt in Griffnähe läge.»

Diverse Spielerinnen sind in der neuen Saison nicht mehr dabei. Bereits im Verlauf des letzten Jahres schied Meret Wälti mit Kreuzbandriss aus, im Winter hörte Dragana Kuzmanovic auf mit Fussball. Auch Nicole Werren und fünf weitere Spielerinnen traten bei Breitenrain zurück oder zumindest kürzer.

Vera Dubach kehrte hingegen aus dem «Mutterschaftsurlaub» zurück, Torjägerin Axelle Barth steigt nach überstandenem Kreuzbandriss gerade wieder ins Training ein. Zudem stiessen mit Torhüterin Lara Pfäffli, Maddalena Corazza, Lara Dos Santos, Anina Iseli und Zoe Müller gleich fünf Spielerinnen des aufgelösten Thuner Teams zu Breitenrain. Mit Anja Baur, die zuletzt bei Wabern spielte, kam eine weitere ehemalige Thunerin mit NLA-Erfahrung zu Breitenrain.

Und Jasmine Imboden, frühere U19-Nationalspielerin und NLA-Spielerin bei Zuchwil und Aarau, die einst zusammen mit Lia Wälti das Ausbildungszentrum Huttwil besucht hatte, komplettiert die starken Neuzuzüge bei den Stadtbernerinnen.

Lara Dos Santos sagt: «Ich habe mich für Breitenrain entschieden, weil das Trainerteam und die Spielerinnen viel Erfahrung haben. Es hat sich gelohnt, das Team ist super, wir haben Spass am Fussball und helfen einander.» Ähnlich klingt es bei Jasmine Imboden: «Ich kam zu Breitenrain, weil ich gehört hatte, wie familiär und doch ambitioniert der Verein ist», meint sie. Und fügt an: «Meine Ambitionen sind klar: Ich wünsche mir, dass wir Ende Saison auf dem 1. Platz stehen und in die 1. Liga aufsteigen.»

Auch Lara Dos Santos nennt als Ziel den Aufstieg in die 1. Liga, genau wie Elinda Qazimi, seit einem Jahr schon bei Breitenrain, die dazu sagt: «Top 3 war gut letzte Saison, aber wir können das noch besser und möchten diese Saison natürlich am liebsten ganz oben stehen, wobei die Freude am Fussball und das gute Teamklima ebenso wichtig sind.» Qazimi betont weiter, dass junge Neuzugänge bei «Breitsch» auf erfahrene Spielerinnen treffen, von denen sie viel profitieren können. «Das habe ich letztes Jahr gemerkt, das wird bestimmt auch dieses Jahr so sein und ist sehr wertvoll», sagt sie.

jasmine imboden
Jasmine Imboden. - einbrandfoto

Eine der Erfahrenen ist Captain Lydia Dubach. Sie betont vor Saisonbeginn, dass ihr Freude und Lockerheit wichtig sind, um in jedem Spiel das Bestmögliche rauszuholen und dadurch «Ende Saison hoffentlich für die guten Leistungen belohnt zu werden.»

Am Samstag wartet mit dem Team Oberland Ost gleich eine erste richtige Herausforderung auf Breitenrain. Interlaken ist das Team, gegen das Breitenrain in seiner fünfjährigen Clubgeschichte am häufigsten gespielt hat, gerade auch in wichtigen Spielen. Dreimal gewann Interlaken bisher, dreimal gewann Breitenrain.

Deshalb ist für Sonja Lundsgaard-Hansen klar: «Das wird zwar ein harter Brocken gleich zum Start. Umso schöner wäre es natürlich, die Gesamtbilanz gegen Interlaken zum Auftakt der neuen Saison in unsere Richtung lenken zu können.»

Kommentare

Weiterlesen

Herdenschutzhund
2'105 Interaktionen
Nach Attacken
Wanderer
20 Interaktionen
Felsstürze

MEHR FC BREITENRAIN

Fussball
FC Breitenrain Frauen
Fussball

MEHR AUS STADT BERN

Polizeigesetz
Nach Gerichtsurteil
2 Interaktionen
Klimawandel
Sonnenfinsternis
477 Interaktionen
Sonnenfinsternis