FC Breitenrain Frauen: Reaktion gezeigt – 6:0 gegen Lerchenfeld
Der FC Breitenrain Frauen feierte zuhause gegen Lerchenfeld einen ungefährdeten 6:0-Sieg und reagierte damit auf die bescheidene Leistung eine Woche zuvor.

Eine «deutliche Reaktion» hatte Trainerin Sonja Lundsgaard-Hansen nach dem mageren 2:2 in Herzogenbuchsee für das Spiel gegen Lerchenfeld von ihrem Team gefordert. Und sie kam, die Reaktion. Lundsgaard-Hansen sagte nach dem Spiel dazu: «Gratulation ans Team, das besonders in der ersten Halbzeit so aufgetreten ist, wie wir das immer möchten: Entschlossen, dominant, spielfreudig und zielstrebig in der Offensive.»
Eine hatte ganz besonders Lust gegen Lerchenfeld: Julia Müller. Mit vier Toren, darunter einem lupenreinen Hattrick, wäre sie noch vor Captain Lydia Dubach, die auch stark aufspielte, zur Spielerin des Spiels gewählt worden, wenn es diese Auszeichnung in der 2. Liga gäbe. Und ihr erstes Tor hätte es, würde sie in der Bundesliga spielen, bei der Sportschau bestimmt in die Auswahl zum Tor des Monats geschafft. Nach einer flachen Reingabe von Lydia Dubach verwandelte sie am nahen Pfosten mit der Hacke zum 1:0.
Nach einer flachen Reingabe von Lydia Dubach verwandelte sie am nahen Pfosten mit der Hacke zum 1:0. Beim 2:0 legte Maddalena Corazza für Müller auf, das 3:0 erzielte sie nach einem schönen Steilpass von Ilaria Castignetti. Nach dem lupenreinen Hattrick liess es sich Lydia Dubach nicht nehmen, ihrer Mitspielerin beim Torjubel die Schuhe zu putzen. Dubach war es dann auch, die mit dem 4:0 das erste Tor erzielte, das nicht auf Müllers Konto ging. Danach, kurz vor der Pause, legte Dubach wiederum für Müller auf, die auf 5:0 erhöhte.
«Fussball ist halt auch Kopfsache. In Herzogenbuchsee stimmte unsere Einstellung nicht, wir waren wohl zu siegessicher. Heute haben wir reagiert und den nötigen Willen gezeigt. So konnten wir das abrufen, was wir eigentlich können», meinte Müller nach dem Spiel.
Mit der Auswechslung Müllers zur Pause war es dann fast schon vorbei mit dem Toreschiessen. Lydia Dubach traf zwar nach einem schnellen Gegenangriff noch zum 6:0, mehr Tore gelangen jedoch nicht mehr. Abgesehen von den fehlenden Toren war auch der Auftritt im zweiten Durchgang ganz ordentlich.
So war Breitenrain weiterhin spielbestimmend und schonte gleichzeitig etwas Kräfte.
Einzige Wermutstropfen: Hinten gestanden die Gastgeberinnen Lerchenfeld doch die eine oder andere gute Torchance zu viel zu, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Gäste spielerisch eigentlich wenig zu bieten hatten. Und mit Maddalena Corazza und Elinda Qazimi fielen im Verlauf der Partie zwei Spielerinnen verletzt aus, wobei noch unklar ist, ob schwerwiegend oder nicht. Dass nach Qazimis Out Naomi Oesch und Zoe Müller, die gegen Lerchenfeld verletzungsbedingt passen mussten, sofort zu ihrer Mitspielerin eilten, um zu schauen, wie es ihr geht, spricht für den Teamspirit.
Und ebenfalls positiv: Breitenrain ist in der neuen Saison noch ungeschlagen und spielt in der Tabelle trotz zweier Unentschieden oben mit. Sonja Lundsgaard-Hansens Laune war nach dem Spiel jedenfalls deutlich besser als in Herzogenbuchsee: «Es war zwar noch nicht alles perfekt, aber doch vieles sehr gut. Dass wir nach zahlreichen Neuzuzügen etwas Zeit brauchen, uns zu finden, war klar. Heute ging es auf jeden Fall in die richtige Richtung. Ich bin zuversichtlich, dass wir immer regelmässiger so auftreten werden wie heute in der ersten Halbzeit», freute sie sich.













