FC Breitenrain Frauen: Ein Abend zum Vergessen
Aufgrund enttäuschender Leistung mussten sich die Frauen des FC Breitenrain mit einem 2:2-Remis gegen den Tabellenletzten Herzogenbuchsee zufriedengeben.

Nachdem der FC Breitenrain Frauen unter der Woche im Berner Cup bereits mit einem eher bescheidenen 7:0 gegen den Viertligisten Wabern weitergekommen war, musste man sich am Samstag in der Meisterschaft gegen den Tabellenletzten Herzogenbuchsee nach enttäuschender Leistung mit einem 2:2-Unentschieden zufriedengeben.
13 Sekunden waren gespielt, als Breitenrain mit dem ersten Angriff bereits in Führung hätte gehen müssen. Lydia Dubach lancierte Maddalena Corazza, die mutterseelenallein vor dem Tor stand, jedoch an Nadja Werthmüller im gegnerischen Tor scheiterte. Trainerin Sonja Lundsgaard-Hansen meinte nach dem Spiel: «Die gegnerische Torhüterin machte wohl das Spiel ihres Lebens. Und wir liessen vor dem Tor jegliche Effizienz vermissen.»
Es war fast nur Breitenrain, das spielte, das Chancen hatte, um zwei Spiele deutlich zu gewinnen. Am Schluss verzeichnete «Breitsch» 70 Prozent Ballbesitz und 30 ernsthafte Abschlüsse, Herzogenbuchsee kam auf deren 4. Und dennoch war die Leistung der Stadtbernerinnen enttäuschend: Breitenrain war hinten anfällig, war fehlerhaft im Spielaufbau, hatte Mühe bei der Ballabgabe und -annahme, ging mit den Torchancen fahrlässig um und liess den nötigen Siegeswillen vermissen. Phasenweise hatte man, wenn man Breitenrain zuschaute, eher das Gefühl, einem Trainingsspiel als einem Ernstkampf beizuwohnen.
Captain Lydia Dubach fasste den Spielverlauf treffend zusammen, als sie sagte: «Aufgrund der schlechten Chancenauswertung und den vielen Eigenfehlern im Spielaufbau, müssen wir am Ende mit einem Punkt zufrieden sein. Herzogenbuchsee verteidigte mit viel Solidarität alles weg und verbarrikadierte den Strafraum vorbildlich.»
Und nicht nur das: Herzogenbuchsee nutzte seine vergleichsweise wenigen Chancen eiskalt aus: Nach einem Konter gingen die Gastgeberinnen nach einer Viertelstunde durch Rebekka Howald in Führung.
Zwar konnte Maddalena Corazza für Breitenrain direkt vor der Pause ausgleichen. Doch unmittelbar nach Wiederanpfiff legte Herzogenbuchsee durch Anna Kazmierczak gleich wieder vor.
In der Folge lief Breitenrain unermüdlich an, brachte den Ball aber Mal für Mal nicht ins Tor. Erst als sich eine Niederlage immer deutlicher abzeichnete, klappte es dann doch noch: Lydia Dubach sicherte ihrem Team per Handelfmeter zum 2:2 wenigstens einen Punkt.
«Wir machten zwar das Spiel und hatten viele Chancen, deshalb ist ein Unentschieden schon gerechter als eine Niederlage. Unsere Einstellung fand ich aber enttäuschend. Herzogenbuchsee tat das, was wir viel zu wenig taten. Sie kämpften mit viel Leidenschaft um jeden Ball und wollten den Sieg unbedingt, sodass sie sich den einen Punkt leider verdient haben», sagte Sonja Lundsgaard-Hansen.
Und sie fügte, aufs Positive fokussiert, an: «Solche Spiele gehören halt auch zum Fussball. Vielleicht kommt diese enttäuschende Leistung zu Beginn der Saison ja gerade zum richtigen Zeitpunkt. Am Samstag (Spitalacker, 18.15 Uhr) wollen wir gegen Lerchenfeld auf jeden Fall eine deutliche Reaktion zeigen.»










