Kanton Glarus: Gesundheitsregion soll weiter ausgebaut werden
Der Regierungsrat hält eine integrierte Gesundheitsregion im Kanton Glarus für möglich und zweckmässig. Die Arbeiten kommen in die Legislaturplanung 2027–2030.

Im Juni 2024 reichten Landrätin Sabine Steinmann und Unterzeichnende das Postulat «Beste Voraussetzungen für eine Glarner Gesundheitsregion» ein. Sie fordern darin, dass der Regierungsrat die Einführung des Modells der integrierten Versorgungsregion im Kanton Glarus prüft. Die integrierte Gesundheitsversorgung vernetzt Leistungserbringer wie Ärztinnen und Ärzte, Spitäler, Pflegeheime, Therapeutinnen und Therapeuten, selbständige Pflegefachpersonen und Kostenträger wie Krankenversicherungen und Behörden.
Dadurch soll die Behandlung und Betreuung von Patientinnen und Patienten verbessert werden.
Der Regierungsrat unterstützte die Zielsetzung des Postulats bereits in seiner Stellungnahme im September 2024.
Mit der Überweisung des Postulats am 25. September 2024 beauftragte der Landrat den Regierungsrat, diese Arbeiten aufzunehmen.
Seit einer Auftaktveranstaltung im Juni 2025 beteiligen sich Vertreterinnen und Vertreter von 38 Organisationen am Entwicklungsprozess der Glarner Gesundheitsregion. Gemeinsam wurden zehn Handlungsfelder definiert. Drei interprofessionelle Projektgruppen befassen sich mit Schnittstellen, Zusammenarbeit und Koordination.
Erste Arbeiten betreffen unter anderem die frühkindliche Versorgung; zudem wurde der neue, eigenständige palliative Brückendienst in den fachlichen Austausch einbezogen.
Nach Einschätzung des Regierungsrates bieten die überschaubaren Strukturen und kurzen Entscheidungswege im Kanton gute Voraussetzungen für eine stärker koordinierte, wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Der Aufbau sei jedoch eine langfristige Aufgabe und hänge von der Mitwirkung der beteiligten Organisationen ab. Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, das Postulat als erledigt abzuschreiben.










