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    SRF-Mitarbeitende sitzen bei TV-Auftritten im Homeoffice

    Bettina Zanni
    Bettina Zanni

    Zürich,

    Schon länger nutzt SRF Videocalls für TV-Interviews. Neu können aber auch die eigenen Mitarbeitenden im Homeoffice bleiben, wenn sie auf Sendung sind.

    Screenshot / SRF
    Digitalredaktor Guido Berger erscheint in der Sendung «10vor10» am PC-Bildschirm, da er im Homeoffice ist. - Screenshot / SRF

    Das Wichtigste in Kürze

    • SRF-Digitalredaktor Guido Berger gibt in der Sendung «10vor10» eine Einschätzung ab.
    • Dabei schaltet ihn eine Kollegin aus dem Homeoffice zu.
    • Telekom- und Digitalexperte Jean-Claude Frick sieht in den Videocalls Vor- und Nachteile.

    Gerahmte Köpfe gehören seit der Pandemie zum Alltag. Wir halten Sitzungen am Bildschirm anstatt am gemeinsamen Tisch ab und führen am Handybildschirm Videogespräche mit unseren Freunden. Diese Entwicklung macht auch vor dem Fernsehen keinen Halt.

    Anstatt Auskunftspersonen vor Ort oder im Studio zu interviewen, schaltet SRF solche regelmässig per Videocall zu. Das TV-Publikum guckt demnach gleich doppelt in den Bildschirm: den TV-Bildschirm in der Stube und den PC-Bildschirm von SRF.

    Neu ist dies oft auch selbst dann der Fall, wenn die eigenen Mitarbeitenden des TV-Senders ein Interview geben.

    Typischer Homeoffice-Hintergrund

    Kürzlich interviewte Redaktorin und Moderatorin Cornelia Bösch in der Sendung «10vor10» ihren Kollegen, Digitalredaktor Guido Berger, am Bildschirm. Thema ist der Prozess gegen Meta, den Mutterkonzern von Facebook und Instagram.

    Mit Kopfhörern sitzt Berger vor einem Mikrofon. Der Hintergrund, ein Büchergestell und Pflanzen, ist weichgezeichnet.

    So oder ähnlich sieht es aus, wenn sich Angestellte aus dem Homeoffice in eine Sitzung zuschalten. Lediglich die Tonqualität dürfte jene vieler Videocalls übertreffen.

    Findest du Videocalls in TV-Sendungen okay?

    Der Wegaufwand fällt weg

    Tatsächlich gibt Guido Berger seine Einschätzung von zu Hause aus ab. Im Falle von Guido Berger sei die Anfrage kurzfristig gewesen, sagt SRF-Mediensprecherin Natalie Blasi auf Anfrage. «Und er arbeitete an diesem Tag im Homeoffice. Deshalb wurde das Interview per Videotelefonie aufgezeichnet.»

    Bekannt ist, dass SRF bei auswärtigen Protagonistinnen und Protagonisten aus Spargründen teilweise auf Videocalls setzt. «Dadurch können Kosten eingespart werden, ohne dass Kürzungen am Programm vorgenommen werden müssen», sagt Natalie Blasi.

    Damit entfalle der Einsatz von zusätzlicher Infrastruktur und personellen Ressourcen vor Ort, etwa für Kamera, Ton und Technik.

    Der Arbeitsort der SRF-Mitarbeitenden ist jedoch das Leutschenbach. Warum beordert SRF sie für Einsätze vor der Kamera nicht ins Büro? «Videocalls ermöglichen es Mitarbeitenden, ohne zusätzlichen Wegaufwand Auskunft zu geben», sagt Natalie Blasi. «Wodurch Zeitressourcen geschont und organisatorische Aufwände reduziert werden können.»

    «Packt den Zuschauer mehr»

    Telekom- und Digitalexperte Jean-Claude Frick beim Online-Vergleichsdienst Comparis bewertet physische im Vergleich zu virtuellen Auftritten im Fernsehen als publikumsfreundlicher. «Es wirkt authentischer und packt den Zuschauer mehr, als wenn jemand aus einem Bildschirm spricht», sagt Frick.

    Gleichzeitig vergrösserten virtuelle Interviews die Auswahl der Interviewpartnerinnen und -partner. «Ein Top-Experte kann dann auch Auskunft geben, wenn er gerade im Ausland ist.»

    SRF
    Jean-Claude Frick ist Telekom- und Digitalexperte beim Vergleichsdienst Comparis. - zVg.

    Da Videocalls laut Frick dem Zeitgeist entsprechen, darf SRF dem Publikum auch Homeoffice-Interviews vorsetzen. «Vor der Pandemie wäre es dies noch undenkbar gewesen.» Keine Abstriche dürfe das Fernsehen jedoch bei der Qualität machen. «Das Publikum muss die zugeschaltete Person gut sehen und hören können.»

    Auf die Praxis der Videocalls hat SRF laut eigenen Angaben «kaum negative Reaktionen aus dem Publikum» erhalten. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer stehe in erster Linie der Informationsgehalt der Gespräche im Vordergrund, so die Mediensprecherin.

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    Kommentare

    User #1425 (nicht angemeldet)

    Das SRF Zwingt mich 1 Sfr./Tag zu verdienen das ist Nötigung.😜

    User #4912 (nicht angemeldet)

    80 rappen zwang ist was anderes als freiwillig

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