SP Emmen fordert frühe Gewaltprävention

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Die SP Emmen verlangt Präventionsprogramme an Oberstufen, um Jugendliche früh für Respekt, Grenzen und Gewalt in Beziehungen zu sensibilisieren.

Emmen
Das Ortsschild von Emmen LU. - Keystone

Wie die Gemeinde Emmen mitteilt, hat die Zahl der Übergriffe gegen Frauen in der Schweiz 2025 einen Höchststand erreicht. Für die SP Emmen ist klar: Gewaltprävention darf nicht erst einsetzen, wenn Probleme sichtbar werden.

«Gewalt in Paarbeziehungen entsteht nicht erst im Erwachsenenalter, sondern hat ihre Wurzeln häufig bereits in der Jugend», schreiben die Sozialdemokraten in einem jüngst eingereichten Vorstoss (10/26).

Beziehungen lernen – frühzeitig und bewusst

Im Zentrum des Postulats steht die Stärkung der Beziehungs- und Sozialkompetenz von Jugendlichen. Themen wie gegenseitiger Respekt, Einvernehmlichkeit, Gleichwertigkeit und klare Grenzen sollen gezielt vermittelt werden.

Fehlende Orientierung, problematische Rollenbilder oder Unsicherheiten im Umgang mit Nähe und Abgrenzung könnten später zu Grenzverletzungen oder Gewalt führen.

Die SP verweist zudem auf gesellschaftliche Veränderungen im digitalen Raum. Soziale Medien wie Instagram, Tiktok oder Snapchat prägten das Bild von Beziehungen und Körpern stark.

Auch ein früher, unbegleiteter Zugang zu pornografischen Inhalten könne problematische Vorstellungen von Einvernehmlichkeit und Machtverhältnissen fördern. Jugendliche müssten deshalb befähigt werden, solche Inhalte kritisch zu reflektieren.

Anerkannte Programme als mögliche Grundlage

Konkret regt die SP an, an den Emmer Oberstufen anerkannte Präventionsprogramme wie «fair-lieben», «love-limits» oder «Herzsprung» zu prüfen. Diese Programme sind national etabliert und verfolgen das Ziel, Jugendliche für Gewalt in Beziehungen zu sensibilisieren und ihnen konkrete Handlungskompetenzen zu vermitteln.

Wichtig ist der Partei ein vernetzter Ansatz: Schulsozialarbeit, offene Jugendarbeit sowie Elternarbeit sollen in ein mögliches Konzept einbezogen werden. Ebenso sollen kantonale oder nationale Fachstellen berücksichtigt werden, um fachliche Unterstützung und Koordination sicherzustellen.

Der Gemeinderat wird innert Jahresfrist Stellung zum politischen Vorstoss beziehen.

Kommentare

User #4371 (nicht angemeldet)

Ganzer berich Watson Hystory ! Als die Linke die Zuwanderung stoppen wollte In den 1960er-Jahren wachsen Bevölkerung und Wirtschaft in der Schweiz so stark wie nie zuvor – auch durch die vielen ausländischen Arbeitskräfte, ohne die der beispiellose Wirtschaftsboom nicht möglich wäre. Gleichzeitig breitet sich die Angst vor «Überfremdung» aus. Mit der Forderung nach einer Begrenzung der Zuwanderung greift der Schweizerische Gewerkschaftsbund diese Stimmung auf und prägt die politische Debatte nachhaltig.: Neu ist die Kritik nicht. Bereits 1956 hat der Gewerkschaftsbund vor dem «beunruhigenden Total von 355'000 ausländischen Arbeitskräften» gewarnt. Beunruhigt ist man längst nicht nur wegen der Konkurrenz, die Schweizerinnen und Schweizern auf dem Arbeits- und dem Wohnungsmarkt erwächst – es geht um «Überfremdungsangst». Der «Zuzug ausländischer Arbeitskräfte» müsse einer Kontrolle unterstellt werden, schreibt der Schweizerische Gewerkschaftsbund in seinem Programm 1961, «um die politische, kulturelle und sprachliche Eigenart der Schweiz zu erhalten und eine Überfremdung zu verhindern». Subtil scheint dieser Fokus in einem Postulat durch, das Willi Ritschard 1962 im Nationalrat einreicht. Erst betont der spätere SP-Bundesrat allgemein die «Überfremdung unseres Landes», erst danach jene des Arbeitsmarktes, die «auch wirtschaftlich mehr und mehr problematisch wird.»

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