Im Kanton Graubünden sind 2020 leicht weniger Straftaten verübt worden als im Jahr davor. Mehr zu tun hatte die Polizei wegen häuslicher Gewalt.
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Im Jahr 2021 gab es bereits 21 Femizide. (Symbolbild) - Keystone

Im Kanton Graubünden sind 2020 leicht weniger Straftaten verübt worden als im Jahr davor. Mehr zu tun hatte die Polizei wegen häuslicher Gewalt.

Insgesamt 8826 Straftaten wurden vergangenes Jahr erfasst. Das sind 197 weniger als im Jahr 2019, wie die Bündner Kantonspolizei am Montag bekannt gab. Den grössten Teil machten mit 6531 Fällen die Straftaten gegen das Strafgesetzbuch aus. 2009, als die Polizeistatistiken schweizweit vereinheitlicht wurden, waren noch 8156 Straftaten gegen das Strafgesetzbuch registriert worden.

Zwei Drittel aller Straftaten gegen das Strafgesetzbuch sind solche gegen das Vermögen, nämlich 3950. Davon wiederum sind die häufigsten die Diebstähle (1763 Fälle).

Die Zahl der schweren Gewaltstraftaten reduzierte sich um zwei auf 30. Sie betreffen 17 schwere Körperverletzungen, elf Vergewaltigungen, eine Geiselnahme und einen Raub. Die Aufklärungsquote lag dabei bei hohen 93 Prozent.

Die meisten Gewaltdelikte betreffen laut Polizeiangaben Drohungen, Tätlichkeiten, einfache Körperverletzungen oder Raufhandel. Angestiegen sind die Fälle bei Nötigung von 37 auf 53 sowie bei Gewalt und Drohung gegen Beamte von 50 auf 71.

Deutlich mehr geworden sind Fälle von häuslicher Gewalt im «Rahmen von familienähnlichen Beziehungen», wie die Polizei schrieb. Deren Zahl erhöhte sich von 196 auf 254. Etwas mehr als die Hälfte der Straftaten kamen vor in Paar- respektive partnerschaftlichen Beziehungen.

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