Pilotversuch: Stadt erlaubt befristet rPET-Becher an Veranstaltungen

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Chur,

Ziel des Pilotversuchs der Stadt Chur ist, Veranstaltungen attraktiv zu ermöglichen und gleichzeitig Abfall zu reduzieren sowie Ressourcen zu schonen.

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Die Stadt Chur erlaubt 2026 befristet rPET-Becher an Veranstaltungen. (Symbolbild) - Depositphotos

Der Churer Stadtrat hat beschlossen, im Jahr 2026 im Rahmen einer befristeten Pilotphase den Einsatz von rezyklierbaren rPET-Bechern bei bewilligungspflichtigen Veranstaltungen auf öffentlichem Grund zuzulassen.

Wie die Stadt Chur weiter schreibt, wird damit die bestehende Pflicht zur Verwendung von Mehrweggeschirr für Getränke unter klar definierten Auflagen punktuell gelockert.

Schwierige Umsetzung

Ausgangspunkt der geltenden Regelung war die Petition «Mehrweg statt Wegwerf – für eine saubere Veranstaltung!». Ziel der gesetzlichen Vorgaben ist es, Abfall zu reduzieren, den Reinigungsaufwand zu senken und Ressourcen zu schonen.

In der praktischen Umsetzung zeigte sich jedoch, dass die Mehrweggeschirrpflicht für viele Veranstaltende mit erheblichem organisatorischem, personellem und finanziellem Aufwand verbunden ist.

Vereine und Organisatoren wiesen darauf hin, dass die Durchführung einzelner Anlässe zunehmend erschwert wird.

rPET als Alternative

Vor diesem Hintergrund beauftragte der Stadtrat das Departement Bau Planung Umwelt gemeinsam mit der Stadtpolizei Chur, alternative Lösungen zu prüfen. Im Zentrum stand der mögliche Einsatz von rPET-Bechern.

Eine extern erstellte Ökobilanz zeigt, dass rPET-Becher ökologisch nur dann mit klassischem Mehrweggeschirr vergleichbar sind, wenn eine Sammelquote von mindestens 75 Prozent erreicht wird.

Ergänzend flossen Erfahrungen aus einem Pilotversuch an der Schlagerparade 2025 in die Beurteilung ein.

Bedingungen für den Einsatz

Der Stadtrat erlaubt den Einsatz von rPET-Bechern 2026 unter der Voraussetzung, dass ein überzeugendes Abfallkonzept vorliegt, die Abfallreduktion weiterhin erreicht wird, das Erscheinungsbild sauber bleibt und die öffentlichen Reinigungskosten nicht wesentlich steigen.

Die Prüfung der Konzepte erfolgt durch den städtischen Werkbetrieb, die Bewilligungen erteilt die Stadtpolizei. Die Erfahrungen aus der Pilotphase werden ausgewertet und dem Stadtrat als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen vorgelegt.

Mit der Pilotphase will die Stadt Chur gemeinsam mit den Veranstaltenden praxistaugliche und ökologisch verantwortungsvolle Lösungen weiterentwickeln.

Ziel bleibt es, Veranstaltungen attraktiv zu ermöglichen und gleichzeitig Abfall zu reduzieren sowie Ressourcen zu schonen.

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