Chur produziert hochwertigen Kompost aus Grüngut

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Die Stadtgärtnerei Chur verarbeitet jährlich rund 4000 Tonnen Grüngut zu hygienischem Kompost, der für Gärten, Nutzpflanzen und Grünflächen genutzt wird.

Ausblick auf die Altstadt in Chur.
Ausblick auf die Altstadt in Chur. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Wie die Stadt Chur berichtet, verarbeitet die Stadtgärtnerei in der Kompostierungsanlage am Reitnauerweg 31 Grüngut aus Garten, Haushalt und Landschaft. Pferdemist und feine Äste ergänzen das Material, das geschreddert und in Mieten aufgeschichtet wird.

Während der Rottephase steigt die Temperatur auf über 70 Grad Celsius, wodurch Unkrautsamen und Krankheitserreger abgebaut und der Kompost hygienisiert werden.

Durch regelmässiges Umsetzen entsteht gleichmässig hochwertiger Kompost, der ausgesiebt wird, bevor er als Dünger wieder in die Böden zurückkehrt. Aus einer Tonne Grünabfall entsteht rund 40 Prozent Kompost, der Rest verdunstet als Wasser und CO2.

Nachhaltige Anlage

Die Anlage schont Umwelt und Klima. Gerüche bleiben dank optimalem Materialmix gering, Lärm- und Staubemissionen werden situativ minimiert. Jedes Jahr werden rund 4000 Tonnen Abfälle lokal verwertet.

Der Prozess dauert rund vier bis acht Monate und wird durch Temperaturkontrollen sowie vierteljährliche Qualitätsprüfungen überwacht.

Der grösste Teil der Grünabfälle stammt aus der Sammlung durch des Werkbetriebs und von gewerblichen Anlieferungen, ein Teil wird direkt von Privaten abgegeben. Pro Tag werden im Durchschnitt etwa 20 Tonnen von einem Mitarbeitenden verarbeitet.

Für Gärten und Grünflächen

Der fertige Kompost kann in Klein- und Grossmengen bezogen werden und eignet sich für private Gärten, Nutzpflanzen und öffentliche Grünflächen. In den Kompost gehört, mit Ausnahme von invasiven Neophyten, nur organisches Material.

Kunststoffe, ungeeignete Säcke oder Töpfe stören den Prozess. Biologisch abbaubare Beutel können dagegen problemlos verwendet werden.

«Jeder kleine Küchenabfall – vom Apfel bis zum Kaffeesatz – hilft mit, daraus einen hochwertigen Dünger herzustellen. Die Churer Bevölkerung leistet damit einen direkten Beitrag zum Ressourcenschutz», betont Martin Zwicker, Leiter der Kompostieranlage.

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