Pilotprojekt: Optische Verengung soll Kreisel sicherer machen
Um die Sicherheit im Kreisverkehr rasch zu verbessern, testet die Stadt Chur am Kreisel Pulvermühle eine optische Fahrbahnverengung und neue Rüttelstreifen.

Wie die Stadt Chur mitteilt, startet sie mehrere Pilotprojekte zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. So wird zur Verbesserung der Sicherheit des Kreisels Pulvermühle-/Ringstrasse die Fahrbahn mit einer Markierung optisch verschmälert und mit einem Rüttelstreifen versehen.
Kreisverkehre tragen wesentlich zu einem flüssigen Verkehrsablauf bei. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Praxis sowie Rückmeldungen aus der Bevölkerung, dass sie für Verkehrsteilnehmende anspruchsvolle Situationen darstellen können.
Breite Kreiselfahrbahnen begünstigen insbesondere in kleinen Kreiseln höhere Einfahrtsgeschwindigkeiten sowie gefährliche Überholmanöver. Dadurch können Konfliktsituationen entstehen.
In Form von Pilotprojekten testet die Stadt Chur deshalb einfache, rasch umsetzbare Massnahmen, die sich im Alltag bewähren sollen. Solche Lösungen ermöglichen es, deren Wirkung unter realen Bedingungen zu überprüfen und bei Bedarf gezielt weiterzuentwickeln, bevor umfangreiche bauliche Anpassungen realisiert werden.
Pilotprojekt an der Pulvermühle
Ein solches Projekt ist am Kreisel Pulvermühle-/Ringstrasse geplant. Der bestehende Innenring wird mit einer sandfarbenen Markierung optisch um rund einen bis eineinhalb Meter vergrössert.
Dadurch wird die Fahrbahn optisch verschmälert. Die Markierung wird mit einem weissen Rüttelstreifen abgeschlossen, der beim Befahren eine spür- und hörbare Vibration erzeugt.
Die bis spätestens Ende August fertiggestellte Markierung soll dazu beitragen, dass Fahrzeuge langsamer in den Kreisel einfahren und insgesamt tiefere Geschwindigkeiten gefahren werden. Gleichzeitig wird die Linienführung für Velofahrende verbessert.
Die optisch schmalere Fahrbahn fördert das Fahren hintereinander und reduziert die Gefahr von Überholmanövern innerhalb des Kreisels. Dadurch erhöht sich die Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden.
Monitoring für Erkenntnisse
Die Wirkung der Massnahme wird vor und nach der Umsetzung mit einem Monitoring analysiert. Dabei werden unter anderem Verkehrsabläufe und das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden ausgewertet. Die gewonnenen Erkenntnisse bilden die Grundlage für die Beurteilung weiterer vergleichbarer Massnahmen.
Mit den Erfahrungen aus dem Pilotprojekt sollen weitere kurzfristig umsetzbare Verbesserungen geprüft werden. Bereits umgesetzt wurden beispielsweise zusätzliche Velomarkierungen an der Rheinstrasse.
Zudem sind im Laufe des Sommers neue Markierungen bei den Querungshilfen am Alexanderplatz geplant, um die Sicherheit der Zufussgehenden zu erhöhen. Alle Massnahmen werden zunächst erprobt und anschliessend hinsichtlich ihrer Wirkung beurteilt.










