Caritas

    Pilotprojekt mit der Caritas: Wiederverwerten statt entsorgen

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    Chur,

    Die Abteilung Werkbetrieb der Stadt Chur und Caritas Graubünden starten am 5. Mai 2026 ein sechsmonatiges Pilotprojekt zur Förderung der Wiederverwertung.

    Eine Abfallentsorgungsstelle in der Stadt Chur. - Kanton Graubünden
    Eine Abfallentsorgungsstelle in der Stadt Chur. - Kanton Graubünden - Nau.ch / Simone Imhof

    Wie die Stadt Chur informiert, starten die Abteilung Werkbetrieb der Stadt Chur und Caritas Graubünden ein sechsmonatiges Pilotprojekt zur Förderung der Wiederverwertung.

    Durch Information vor Ort werden noch brauchbare Gegenstände vor der Entsorgung bewahrt und weitergenutzt.

    An der Multisammelstelle in Chur landen täglich zahlreiche Gegenstände in der Abfallmulde, die eigentlich noch brauchbar wären.

    Um diesem Umstand entgegenzuwirken, lanciert der Werkbetrieb gemeinsam mit Caritas Graubünden ein sechsmonatiges Pilotprojekt zur Förderung der Wiederverwertung von Gebrauchtgütern. Projektstart ist am 5. Mai 2026.

    Jeden zweiten Dienstag

    Ziel des Projekts ist es, Kunden der Multisammelstelle für das Potenzial von wiederverwendbaren Gegenständen zu sensibilisieren und sie aktiv auf Alternativen zur Entsorgung aufmerksam zu machen.

    Hierzu werden Mitarbeitende der Caritas künftig jeden zweiten Dienstag von 14 bis 16 Uhr direkt an der Multisammelstelle präsent sein.

    «Dabei geht es in erster Linie um Sensibilisierung und Information», erklärt Dario Krättli, Leiter des Werkbetrieb Chur.

    Kundschaft entscheidet

    Die Entscheidung, ob ein Gegenstand entsorgt oder weitergegeben wird, liege dabei stets bei den Kunden. Entscheiden diese sich für eine Wiederverwertung, können geeignete Gegenstände unmittelbar vor Ort der Caritas übergeben werden.

    Wichtig ist: Sobald ein Objekt in der Abfallmulde landet, gilt es als endgültig entsorgt und kann nicht mehr zurückgeführt werden.

    Ebenso ist die Abgabe von Gegenständen an der Multisammelstelle ausserhalb der Präsenzzeiten der Caritas nicht vorgesehen.

    Sozialer Gedanke

    Mit Caritas Graubünden wurde bewusst eine Organisation gewählt, die sowohl über Erfahrung im Gebrauchtwarenbereich als auch im sozialen Engagement verfügt.

    Die Caritas betreibt Secondhand-Angebote sowie Arbeitsintegrationsprogramme für Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt. In diesem Rahmen werden geeignete Gegenstände geprüft, bei Bedarf aufbereitet und wieder in den Nutzungskreislauf zurückgeführt.

    «Einerseits werden noch brauchbare Güter den Bedürftigen zur Verfügung gestellt und andererseits können leicht defekte Produkte durch das Caritas-Arbeitsprogramm wieder aufgebessert oder repariert werden», so Amir Malkic von Caritas Graubünden.

    Erfolgsmessung

    Neben der praktischen Umsetzung wird das Projekt durch ein Monitoring durch Caritas begleitet.

    Ziel ist es, den Erfolg der Massnahmen messbar zu machen und eine fundierte Grundlage für eine mögliche Weiterführung oder Ausweitung der Zusammenarbeit mit Caritas sowie weiteren Institutionen zu schaffen.

    Mit dem Pilotprojekt setzen der Werkbetrieb der Stadt Chur und Caritas Graubünden ein gemeinsames Zeichen für einen bewussteren Umgang mit Ressourcen:

    Noch brauchbare Gegenstände sollen nicht vorschnell entsorgt, sondern sinnvoll weiterverwendet werden – zugunsten der Umwelt und von Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind.

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