Brand im Asylzentrum in Trimmis - Beschuldigter entschuldigt sich
Ein Mann aus Aserbaidschan steht am Mittwoch vor dem Regionalgericht Landquart. Dem 33-Jährigen werden qualifizierte Brandstiftung, mehrfache Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch im vergangenen Juni im Transitzentrum in Trimmis GR vorgeworfen. Der Beschuldigte gab vor Gericht an, sich im Schockzustand befunden zu haben.

In der gerichtlichen Einvernahme erklärte der Beschuldigte, dass er sich an vieles, was damals geschah, nicht erinnern könne. Er habe sich im Schockzustand befunden und die Tat nicht absichtlich begangen. Es tue ihm Leid, was passiert sei.
Der 33-Jährige hatte gemäss Anklageschrift am Brandtag einen negativen Asylentscheid für sich und seine Familie erhalten. Nach eigenen Angaben habe er sich daraufhin «verloren» gefühlt.
Der Brand und die Sachbeschädigungen ereigneten sich am späten Nachmittag des 5. Juni 2025. Der Mann schlug mehrere Fensterscheiben ein, beschädigte einen Schrank und legte im Veloraum des Asyl- und Transitzentrums in der Nähe des Bahnhofs Untervaz ein Feuer, wie aus der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden hervorgeht. Danach habe er ausserdem einen Mann, der den Raum betrat, mit einem Messer bedroht.
Zum Zeitpunkt des Brandes hielten sich 97 Personen im Transitzentrum Bahnhöfli auf. «Dass es zu keinen Todesopfern oder Verletzungen von Drittpersonen kam, ist Umständen zu verdanken, die ausserhalb des Einflussbereichs des Beschuldigten lagen», heisst es in der Anklageschrift.
Die Staatsanwaltschaft erachtet eine unbedingte Freiheitsstrafe von 38 Monaten sowie einen Landesverweis von zehn Jahren als angemessen, wie sie vor Gericht ausführte.






