Die Mitte will für die Bündner Regierungsratswahlen als voraussichtlich einzige Partei eine Frau portieren. Die noch nicht bestimmte Kandidatin soll für die Mitte den Sitz von Mario Cavigelli (ehemals CVP) verteidigen, der wegen Amtszeitbeschränkung aus der Exekutive ausscheidet.
Kanton Graubünden
Schweizer Fahnen und Fahnen des Kantons Graubünden. - Keystone

Die Regional-, Kreis- und Ortsparteien der Mitte seien aufgefordert, der Parteileitung für die Gesamterneuerungswahlen der Regierung vom 15. Mai 2022 Frauenkandidaturen zu melden, teilte die Partei am Dienstag mit. Die Nominationsversammlung werde in der ersten Dezemberhälfte 2021 durchgeführt.

Seit der Fusion von CVP und BDP dominiert die Mitte mit drei Regierungsräten die fünfköpfige Bündner Regierung. Die amtierenden Mitte-Regierungsräte Marcus Caduff (ehemals CVP) und Jon Domenic Parolini (ehemals BDP) treten zur Wiederwahl an. Ebenfalls zur Wiederwahl stellt sich SP-Regierungsrat Peter Peyer.

Hingegen tritt FDP-Regierungsrat Christian Rathgeb nicht mehr zur Wahl an. Er sitzt zwar erst seit seit neun Jahren in der Exekutive, absolviert aber bereits seine dritte und damit letzte Amtszeit. Für die FDP soll Martin Bühler die Kastanien aus dem Feuer holen. Er hat sich als Leiter des Bündner Corona-Führungsstabs einen Namen weit über die Kantonsgrenzen gemacht.

Neu in die Regierung will die SVP. Die Parteileitung schlägt den Parteipräsidenten Roman Hug als Kandidaten vor. Dessen Bestätigung durch die Delegiertenversammlung am Mittwochabend dürfte eine Formalität sein.

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