Chur GR: Neue Master in Bauingenieurwesen und Data Science

Fachhochschule Graubünden
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Die Fachhochschule Graubünden in Chur GR erweitert ihr Masterangebot um die Vertiefungen Civil Engineering und Data Science – mit Fokus auf den alpinen Raum.

Chur GR
Chur GR: Neue Master in Bauingenieurwesen und Data Science (Symbolbild) - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Es deckt die gesamte Kette ab: den Aufbau verlässlicher Datengrundlagen, das Rechnen mit Machine Learning, Simulation und High-Performance Computing sowie die Aufbereitung der Ergebnisse, damit Fachleute sie beurteilen und verantworten können. Visual Analytics und nachvollziehbare Modelle spielen dabei eine ebenso grosse Rolle wie die Verfahren selbst.

Ergänzend werden Large Language Models und NLP für Textanalyse, Informationsextraktion oder die Untersuchung des Informationssuchverhaltens vermittelt.

Charakteristisch für die Ausrichtung in Chur ist die Verbindung von datengetriebenen und modellbasierten Verfahren: Data Science trifft dort auf Computersimulation und wissenschaftliches Rechnen. Das erworbene Wissen kommt entsprechend in Bereichen zum Einsatz, in denen Messdaten, physikalische Modelle und Fachwissen zusammenspielen – in den Life Sciences, in Umwelt und Technik, im Tourismus oder im Spitzensport.

Die praktische Vertiefung erfolgt in laufenden Forschungsprojekten der FH Graubünden oder mit Industriepartnern – etwa in der Gesundheitsforschung gemeinsam mit dem Schweizerischen Institut für Allergie- und Asthmaforschung in Davos, beim Aufbau einer nationalen Dateninfrastruktur für den Schweizer Tourismus oder im Spitzensport, wo das mit Swiss-Ski entwickelte Projekt AI-RACER seit 2022 an Weltcup- und WM-Rennen eingesetzt wird und 2024 den Swiss Olympic Science Award erhielt.

Fokus auf den alpinen Raum

Das Masterstudium Engineering (MSE) in Civil Engineering an der FH Graubünden vertieft die Kenntnisse im Bauingenieurwesen mit einem besonderen Fokus auf die Herausforderungen des alpinen Raums. Im Mittelpunkt stehen Naturgefahren, Geotechnik, Wasserbau, Wasserkraft sowie Tragwerksbau und Kunstbauten.

Dabei werden Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag, Murgänge und Rutschungen analysiert und Schutzmassnahmen sowie nachhaltige Lösungen für Bauwerke und Infrastrukturen entwickelt. Durch Modellierung, numerische Analysen und wissenschaftliche Methoden werden komplexe technische Systeme ganzheitlich untersucht. Das Studium bereitet auf verantwortungsvolle Aufgaben und innovative Projekte im modernen. Bauingenieurwesen vor.

Gemeinsam entwickeltes Angebot

Beim Master of Science in Engineering (MSE) handelt es sich um ein von den Schweizer Fachhochschulen gemeinsam entwickeltes Bildungsangebot in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Informationstechnologie oder Bau- und Planungswesen. Die Studierenden absolvieren das Programm an der Fachhochschule ihrer Wahl, wobei Gesamtschweizerisch 16 Profile zur Verfügung stehen. Die Theoriemodule werden in Zürich, Lugano oder Lausanne durchgeführt, während die Praxismodule an der eigenen Fachhochschule belegt werden.

Die FH Graubünden bietet die vier Profile «Civil Engineering», «Data Science», «Mechatronics and Automation» sowie «Photonics and Laser Engineering» an.

Wo sich die Profile unterscheiden, entscheidet sich an der einzelnen Hochschule – dort werden zwei Drittel des Studiums absolviert. Die FH Graubünden setzt auf persönliche Betreuung in kleinen Gruppen und auf kurze Wege: Ihre Institute arbeiten über Fachgrenzen hinweg zusammen und binden Partner aus Wirtschaft und Forschung früh ein. Studierende wirken dadurch von Beginn weg in Projektteams mit – in regionalen Vorhaben ebenso wie in internationalen Forschungskooperationen.

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