Aarau: Rave-Veranstalter stoppte Blutung von einem Opfer

Simon Binz
Simon Binz

Aarau,

Rave-Mitorganisator Livio Montinero rettete mit einer Foodtruck-Schürze einem Verletzten auf der Aarauer Pferderennbahn das Leben.

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Livio Montinello - SRF

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Kantonspolizei Aargau nahm einen 43-jährigen Schweizer unter Tatverdacht fest.
  • Mitorganisator Livio Montinero half, einen Angeschossenen zur Pferderennbahn zu bringen.
  • Mit der Schürze einer Foodtruck-Betreiberin stoppte die Gruppe die Blutung des Opfers.

Während die Ermittlungen zur Schiesserei an einer Raveparty in Aarau auf Hochtouren laufen, rückt eine andere Geschichte in den Fokus: Jene der Menschen, die in den chaotischen Minuten nach den Schüssen Leben retteten. Einer von ihnen ist Livio Montinero, Mitorganisator des «Aarauer Rave».

Gegenüber der SRF-Tagesschau schilderte Montinero die dramatischen Momente. Er sei in der Nähe eines Notausgangs gewesen, als die Schüsse fielen. «Wir sind dann etwa zu sechst oder zu siebt in Richtung Pferderennbahn – also zum Reitplatz selbst gerannt», erzählt er.

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Dort, wo sich auch zwei Foodtrucks befanden, wurde schliesslich eine Person aus der Gruppe von hinten angeschossen. Montinero und die anderen liessen den Verletzten nicht zurück.

«Wir konnten die Person über die ganze Pferderennbahn mitnehmen», so der Mitorganisator. Am Ende war es die Schürze der Frau eines Foodtruck-Betreibers, mit der die Gruppe die Blutung provisorisch stoppen konnte.

Danach rannten sie zu einem nahegelegenen Haus, um die Sanität zu alarmieren. Ihr rasches Handeln dürfte mit dazu beigetragen haben, dass sich laut Polizei keiner der Verletzten in Lebensgefahr befindet.

43-jähriger Schweizer unter dringendem Tatverdacht

Unterdessen kommen die Ermittlungen zur Tat selbst voran: Wie die Kantonspolizei Aargau am Montag mitteilte, wurde ein 43-jähriger Schweizer unter dringendem Tatverdacht festgenommen – knapp zwölf Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe.

Die Polizei geht aktuell von einem Einzeltäter aus, zu den genauen Hintergründen und einem möglichen Motiv will sie sich erst am Mittwoch äussern. Gemäss «Tele M1» wurde der Tatverdächtige aber ausserhalb des Kantons Aargau festgenommen.

Bei der Schiesserei in der Nacht auf Sonntag war eine 22-jährige Italienerin mit Wohnsitz in der Schweiz ums Leben gekommen. Eine Deutsche sowie vier Schweizer im Alter zwischen 24 und 31 Jahren wurden mit leichten bis schweren Verletzungen in Spitäler gebracht.

Geschossen worden war laut Polizei mit einer Pistole und einem Sturmgewehr. Vor der Festnahme lief eine nationale und internationale Fahndung, an der sich auch das Fedpol mit zwei Verbindungsoffizieren beteiligte.

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